„Mokassin-Mykose“

Woran Sie Fußpilz an der Fußsohle erkennen


Aktualisiert am 22.10.2026 – 16:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein großflächiger Befall der Fußsohle gilt als die maximale Ausprägung von Fußpilz. (Quelle: Vladdeep/getty-images-bilder)

Fußpilz tritt meist zwischen den Zehen auf. Der Pilz kann jedoch auch die Fußsohle befallen. Dies macht sich durch typische Symptome bemerkbar.

Rote, rissige, teils schuppende Stellen zwischen den Zehen: Das ist ein klassisches Anzeichen von Fußpilz (Tinea pedis). Dahinter stecken Dermatophyten, die sich an feuchtwarmen, dunklen Stellen besonders gut vermehren. Daher können die Füße leicht von ihnen befallen werden. Insbesondere in den Zehenzwischenräumen haben die Erreger optimale Wachstumsbedingungen. An der Fußsohle können sie allerdings ebenfalls gedeihen. Dies ist besonders häufig bei Personen mit Diabetes mellitus der Fall.

Fußpilz an der Fußsohle: Symptome

Ist die Fußsohle von Fußpilz befallen, ist sie:

  • leicht gerötet,
  • trocken und
  • schuppig.

Das Hautbild kann dem einer Neurodermitis ähneln. Betroffene spüren möglicherweise ein Brennen oder einen Juckreiz an der Fußsohle.

Fußpilz an der Fußsohle ist nicht nur ein kosmetisches Problem. (Quelle: Junghwan/getty-images-bilder)

Bleibt der Fußpilz unbehandelt, kann der Befall von der Fußsohle auf die Fußkanten und den Fußrücken übergreifen, wobei sich übermäßige Verhornungen und Verdickungen sowie schmerzhafte Risse an der Fußsohle bilden – vor allem an den Fersen. Dann sieht es so aus, als hätte die Person einen Füßling oder einen Schuh an. Das Erscheinungsbild kann an einen bestimmten Schuh erinnern: den Mokassin. Daher bezeichnen Fachleute die Erkrankung häufig als Mokassin-Mykose (Mykose = Pilzinfektion) oder Fußpilz vom Mokassin-Typ.

Fußpilz an der Fußsohle behandeln

Laien können Fußpilz an der Fußsohle leicht mit anderen Erkrankungen oder trockener Haut verwechseln. Daher sollten sie bei verdächtigen Hautveränderungen ärztlichen Rat einholen – entweder in einer hausärztlichen oder einer dermatologischen Praxis. Das gilt insbesondere, wenn die Beschwerden länger anhalten oder sogar stärker werden.

Unbehandelt kann sich Fußpilz an der Fußsohle immer weiter ausbreiten. Daher ist in jedem Fall eine Therapie ratsam. Damit der Pilz komplett verschwindet, ist es wichtig, diese konsequent durchzuführen und nicht zu früh abzubrechen.

Im Anfangsstadium lässt sich Fußpilz an der Fußsohle oft mit rezeptfreien Cremes, Gels, Lösungen oder Sprays gut behandeln. Diese enthalten Wirkstoffe wie Ciclopirox, Terbinafin, Naftifin, Bifonazol, Clotrimazol, Miconazol oder Oxiconazol, welche die Erreger abtöten oder deren Vermehrung hemmen. Bei starker Entzündung des betroffenen Bereichs wird die Ärztin oder der Arzt gegebenenfalls zusätzlich ein Kortisonpräparat verschreiben.

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