Deutsches Historisches Museum

Wiedereröffnung des Zeughauses vor 2031 nicht realistisch

07.05.2026 – 03:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Außenansicht des Zeughauses des Deutschen Historischen Museums: Das Gebäude ist seit Langem geschlossen. (Quelle: Sven Kaeuler/dpa)

Sanierung ohne Fahrplan: Das Zeughaus des DHM ist seit 2021 zu. Eine Wiedereröffnung vor 2031 gilt als unrealistisch – und das ist nicht das einzige Problem.

Das Herzstück des Deutschen Historischen Museums in Berlin bleibt auf unbestimmte Zeit eine Baustelle. Museumsdirektor Raphael Gross geht davon aus, dass eine Wiedereröffnung des Zeughauses an der Prachtstraße Unter den Linden „vor 2031 nicht realistisch“ sei, und betont zugleich, dass es sich dabei lediglich um eine unverbindliche Prognose handelt.

Einen verbindlichen Zeitplan für die Sanierungsmaßnahme werde das Museum voraussichtlich erst 2027 erhalten. Dann sollen der Gebäudeeigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und das mit der Sanierung beauftragte Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Klarheit schaffen. Seit Gross im März im Kulturausschuss des Bundestages Stellung genommen hatte, gebe es keinen neuen Stand.

Den zuständigen Behörden sei die Dringlichkeit der Lage bewusst, so Gross. Sie arbeiteten eng mit dem Museum zusammen und bemühten sich, „eine weitere Verzögerung“ zu vermeiden. Parallel suchen das Museum und der Beauftragte für Kultur und Medien nach einem Ausweichort für eine Zwischenpräsentation. Im Gespräch ist dafür das Humboldt Forum.

Das historische Zeughaus-Gebäude neben der Museumsinsel und der Staatsoper ist seit 2021 wegen der Sanierungsarbeiten für Besucher geschlossen. Der moderne Erweiterungsbau, der sogenannte Pei-Bau, steht dem Museum aber weiterhin zur Verfügung. Dort eröffnet nun die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“, die rund 200 Höhepunkte aus der rund eine Million Objekte umfassenden Sammlung präsentiert.

Zu den gezeigten Stücken gehören eine japanische Samurai-Rüstung, die Adolf Hitler einst als Geschenk erhielt, ein kunstvoll verziertes Straußenei, Arbeitsutensilien aus der Zeche Prosper Haniel im westfälischen Bottrop sowie ein Bettgestell aus einer 2015 eingerichteten Geflüchtetenunterkunft in Kassel. Die Ausstellung beleuchtet darüber hinaus die Geschichte des Museums selbst und seiner Vorgängerinstitutionen.

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