Wie sich ein Steißbeinbruch bemerkbar macht

Besonders schmerzhaft

Wie sich ein Steißbeinbruch bemerkbar macht


Aktualisiert am 05.01.2026 – 11:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Steißbein (Symbolbild): Ist dieser Teil der Wirbelsäule verletzt, treten meist starke Schmerzen und Schwellungen auf. (Quelle: unomat/getty-images-bilder)

Wenn nach einem Sturz das Gesäß dauerhaft schmerzt, könnte das Steißbein geprellt oder sogar gebrochen sein. Wie der Arzt die Diagnose stellt und was die Symptome lindern kann.

Sie leiden unter starken Schmerzen im oberen Bereich des Gesäßes am Übergang zum Rücken? Dann kann das Steißbein verletzt sein.

Bei einem Steißbeinbruch – auch Steißbeinfraktur genannt – ist dieser unterste Abschnitt der Wirbelsäule gebrochen. Welche Ursachen am häufigsten dazu beitragen und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Ein Steißbeinbruch passiert zumeist bei einem Sturz auf das Gesäß. Auch ein Schlag oder Tritt auf diesen Körperteil kann zu einem Bruch der unteren Wirbelsäule führen. Weniger häufig wird ein Bruch durch eine andauernde Belastung verursacht. Möglich ist eine solche „Ermüdung“ des Knochens aber – vor allem bei Patienten mit Osteoporose.

Frauen haben zusätzlich bei einer Entbindung das Risiko, einen Steißbeinbruch zu erleiden, wenn der Kopf des Kindes sehr starken Druck auf das Becken ausübt.

Ein Steißbeinbruch verursacht starke Schmerzen an der betroffenen Gesäßregion, die von Betroffenen oft als dumpf und quälend beschrieben werden. Auch Schwellungen und Hämatome (Blutergüsse) im Bereich des Steißbeins können auftreten.

Bei Belastung des Steißbeins durch viel Bewegung und langes Sitzen können sich die Beschwerden noch verschlimmern – bis hin zu Schmerzen beim Stuhlgang und beim Geschlechtsverkehr.

Schmerzen im Bereich des Steißbeins allein reichen für eine sichere Diagnose nicht aus. Denn ähnliche Schmerzen treten auch bei einer Steißbeinprellung – einer Überdehnung, Überlastung und Überreizung des Steißbeinknochens – auf.

Einen Steißbeinbruch von einer Steißbeinprellung zu unterscheiden, gelingt deshalb nur mithilfe von Röntgenaufnahmen. Zusätzlich kann ein Orthopäde das Steißbein in einer rektalen Untersuchung von innen oder, bei entsprechender Erfahrung, von außen abtasten. Ist das Steißbein tatsächlich gebrochen, entstehen hierbei durch leichte Bewegungen des Os coccygis starke Schmerzen.

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