Statt Mietwahnsinn

Für 300 Euro im Monat wohnen – geht das?


Aktualisiert am 28.05.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Dauercamping im Alter (Symbolbild): Ein fester Stellplatz statt einer teuren Wohnung. (Quelle: Ute Grabowsky/photothek.net via www.imago-images.de)

Kleine Rente, große Miete – was nun? Immer mehr Menschen denken über ein dauerhaftes Leben auf dem Campingplatz nach. Für viele Senioren kann das eine günstige Wohnalternative sein. Was dabei zu beachten ist.

Steigende Mieten und knapper Wohnraum bringen viele Menschen an ihre finanziellen Grenzen – vor allem im Alter. Stattdessen dauerhaft auf einem Campingplatz zu wohnen, klingt für manche wie ein Abenteuer. Für andere ist es eine reale Alternative zur Mietwohnung. Worauf es dabei ankommt.

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Leben auf dem Campingplatz: Eine neue Wohnform?

Gerade für viele Rentner wird die klassische Mietwohnung zur Last. Die Rente reicht kaum aus, die Nebenkosten steigen. Immer mehr suchen nach Alternativen – und landen beim Dauercamping. Ein fester Stellplatz, ein kleiner Wohnwagen oder ein Mobilheim, niedrige Fixkosten: Das Modell klingt verlockend. Doch ist es alltagstauglich?

Tatsächlich leben in Deutschland Tausende Menschen dauerhaft auf Campingplätzen, darunter viele Senioren. Manche aus Überzeugung, andere aus finanzieller Not. In vielen Fällen funktioniert das gut – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Für viele unbezahlbar: Die Mieten in vielen Städten Deutschlands steigen, der Wohnraum wird knapper. (Quelle: JoergxKrauthoefer )

Was kostet das Wohnen auf dem Campingplatz?

Die laufenden Kosten sind in der Regel deutlich niedriger als bei einer Mietwohnung. Ein fester Stellplatz kostet je nach Lage und Ausstattung zwischen 100 und 300 Euro im Monat. Hinzu kommen die Nebenkosten:

  • Strom, Wasser, Müll, Abwasser: circa 30 bis 80 Euro
  • Versicherung (Wohnwagen, Hausrat): ab circa 10 Euro
  • Internet/Telefon: optional, oft mobil gelöst

Insgesamt sind monatliche Gesamtkosten ab etwa 250 bis 400 Euro realistisch – bei einem sparsamen Lebensstil. Wer bereits einen eigenen Wohnwagen besitzt, spart zusätzlich.

Was muss ich mitbringen?

Das Leben im Wohnwagen oder Mobilheim ist einfach – aber nicht immer komfortabel. Wichtig ist daher:

  • Ein wintertauglicher Wohnwagen oder ein gut isoliertes Mobilheim
  • Heizung und Stromanschluss
  • Trittfestes Vorzelt oder Schutzdach (vor allem im Winter)

Besonders im Alter zählt Barrierefreiheit. Daher sind viele Wohnwagen für Senioren nicht ideal. Hier lohnt sich der Blick auf speziell umgebaute Modelle oder kleine ebenerdige Mobilheime.

Ein Campingplatz: Dauercamping wird für Geringverdiener zur Wohnform. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)
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