WM-Auftakt in Toronto

Ghana erlöst sich mit spätem Treffer

Aktualisiert am 18.06.2026 – 03:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Im zweiten Spiel der Gruppe L zeigen Panama und Ghana über weite Strecken ein biederes Spiel. Erst kurz vor Abpfiff geht Ghana in Führung.

In der zweiten Partie der Gruppe L hat Ghana mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Sieg über Panama eingefahren. Im Regen der kanadischen Stadt Toronto siegten die „Black Stars“ mit 1:0. Den entscheidenden Treffer lieferte Caleb Yirenkyi in der 96. Minute.

So lief das Spiel

Die positiven sportlichen Schlagzeilen kommen für die „Black Stars“ zum richtigen Zeitpunkt, nachdem die vergangenen Tage vom Rechtsstreit um Thomas Partey bestimmt worden waren, der wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn nicht nach Kanada einreisen durfte.

Beim zweiten Vorrundenspiel am kommenden Dienstag in Boston gegen England und vier Tage später in Philadelphia gegen Kroatien wird Partey wieder mit von der Partie sein.

Panama, das vom früheren Bundesliga-Torschützenkönig Thomas Christiansen trainiert wird, muss bei seiner zweiten WM-Teilnahme nach 2018 hingegen weiter auf seinen ersten Punkt warten. Zudem wird es in der Gruppe L mit den Engländern und Kroaten nun ganz schwer mit dem Weiterkommen.

Thomas Christiansen: Der ehemalige Bundesligastürmer trainiert Panama. (Quelle: Benoit Tessier/reuters)

Vor dem Spiel hatte John Mahama, Ghanas Präsident, die Mannschaft angerufen und sie auf ihre Mission in Übersee eingestimmt. „Ich wollte euch vor diesem Spiel selbst anrufen und euch sagen, dass wir alle für euch beten und daran glauben, dass ihr es schaffen könnt.“ Ganz Afrika, so Mahama, blicke zu den „Black Stars“ auf. Und weiter: „Wir erwarten von euch, dass ihr dieser Rolle gerecht werdet.“

Zu Beginn drückte jedoch vor allem Panama. Früh brach Außenverteidiger Amir Murillo auf der rechten Seite durch, nach präziser Flanke zwang Mittelstürmer Cecilio Waterman (2.) Ghanas Torwart Lawrence Ati Zigi per Volley zu einer Parade. Nach dem anfänglichen Sturmlauf flachte das Niveau schnell ab. Panama versuchte, die oft aufgerückte Abwehr Ghanas mit langen Bällen zu knacken, agierte aber zu ungenau. Und selbst die Trinkpause bei 19 Grad und Dauerregen brachte wenig. Großchancen sahen die 42.942 Zuschauer bis zur Pause keine mehr.

Jerome Opoku: Der Innenverteidiger Ghanas bei der Trinkpause im Regen von Toronto. (Quelle: Piroschka Van De Wouw/reuters)
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