Deutliche Vorhersage

Jörg Kachelmann kündigt „katastrophalen“ Sommer an


Aktualisiert am 06.07.2026 – 19:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Zum Abtauchen: Die Zeichen deuten auf erneute Hitze. (Quelle: IMAGO/Christian Ender/imago)

Eine beispiellose Hitzewelle hat Deutschland bereits hinter sich. Jetzt erregt der Meteorologe Jörg Kachelmann Aufsehen mit einer Ankündigung für den restlichen Sommer.

Die Worte sind klar und deutlich gewählt. Jörg Kachelmann lässt keinen Zweifel daran, dass er auf das kommende Wetter keine Lust hat: „Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas“, schrieb der Meteorologe am Montag in einem Beitrag auf der Plattform X. „Wie schon im Juni geschrieben, scheint es kaum Hoffnung zu geben.“

Grundlage seiner Sommerprognose sind aktuelle Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). „Die neuen Monatsvorhersagen sehen ziemlich katastrophal aus, auch für den August“, notierte Kachelmann – und ergänzte dazu die Hashtags „Hitze“ und „Dürre“.

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Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt t-online auf Anfrage, dass die neuesten ECMWF-Zahlen tatsächlich in eine eindeutige Richtung weisen: Laut Jung wird der Sommer demnach „überdurchschnittlich warm und in weiten Teilen Mitteleuropas zu trocken“. Die zweimal pro Woche neu errechnete, bis zu 46 Tage in die Zukunft reichende ECMWF-Monatsvorhersage und die monatlich aktualisierte ECMWF-Saisonprognose seien sich dahingehend einig, dass Deutschland auf einen überdurchschnittlich warmen, hochdruckgeprägten und zu trockenen Hochsommer zusteuert, auch wenn es für den August noch einige Unsicherheiten gebe.

Signale für eine neue Hitzekuppel

Die aktuelle Temperaturdelle nach der vergangenen Hitzewelle nennt Jung „nur eine Atempause“. Ab etwa dem 8. Juli zeichne sich bereits die nächste Hitze ab. Jung: „Das Azorenhoch setzt sich durch, die Werte klettern bis Mitte des Monats wieder verbreitet auf 27 bis 33 Grad, südlich der Linie Saarland–Nürnberg mit ersten tropischen Nächten.“

Die Grundstruktur dieses Sommers lasse auch danach weitere Hitzewellen erwarten, die Phasen der Abkühlung zwischendurch fallen dem Meteorologen zufolge nur kurz und nicht nachhaltig aus. Für die zweite Julihälfte erkennt Jung Signale für eine erneute blockierende Hochdruckstruktur. Somit könnte es wieder zu einer Hitzekuppel über Deutschland kommen, unter der es von Tag zu Tag immer heißer wird.

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