„Weiß nicht, was los war“
Weltmeisterin bricht kurz vor dem Ziel zusammen
Aktualisiert am 11.10.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Ironman-WM liegt Solveig Løvseth auf Kurs Titelverteidigung. Dann streikt ihr Körper. Die Norwegerin kommt dennoch ins Ziel.
Mit dem Sieg vor Augen verlor Solveig Løvseth die Kontrolle über ihren Körper. Ihre Beine machten anderthalb Kilometer vor dem Ziel nicht mehr das, was sie sollten. Immer wieder torkelte die Titelverteidigerin in den Gegenverkehr, bis sie schließlich zusammensackte. Mehrere Versuche, aufzustehen, blieben zunächst erfolglos. Auf dem Boden liegend musste die Norwegerin mitansehen, wie unter anderem die neue Weltmeisterin Taylor Knibb und Laura Philipp vorbeizogen.
„Ich weiß nicht, was los war“, sagte Løvseth, die in diesem Moment sichtlich nicht Frau ihrer Sinne war: „Es ist schwer.“
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Erst nach einigen Minuten und etwas Kühlung durch das vom medizinischen Personal angereichte Eis stand die 27-Jährige wieder auf, machte sich im Spaziergang doch noch auf in Richtung Ziellinie. „Ich bin eine zu große Wettkämpferin, ich wollte einfach kein Did not Finish“, erklärte sie dem „Triathlonmagazine“.
Trotz Zusammenbruch: Løvseth wird Achte
Mit breitem Grinsen und unter großem Jubel kam sie mit 25 Minuten Rückstand noch als Achte im Zielkanal auf dem Ali’i Drive an, wurde von den Medaillengewinnerinnen um die Zweitplatzierte Philipp herzlich empfangen.
Bedenken bezüglich ihres körperlichen Zustands versuchte Løvseth zu zerstreuen. Sie habe sich ja schließlich kurz hingelegt, „um ihre Gesundheit zu priorisieren, obwohl Leute gesagt haben, dass ich langsam weitergehen soll“, so die Titelträgerin von 2025.
Es sei „ein Rennen für die Geschichtsbücher“ gewesen, sagte der dreimalige Ironman-Weltmeister und ZDF-Experte Jan Frodeno angesichts der Situation: „Es ist auf Hawaii einfach nie vorbei. Ich bin völlig erschöpft. Es ist unfassbar, was hier los war. Es war die spannendste WM, die wir je gesehen haben.“
