„Weiß, wie das Geschäft läuft“

Diskussion um DFB-Kapitän: Das sagt Kimmich selbst

11.10.2026 – 14:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Joshua Kimmich im DFB-Trikot: Der 31-Jährige absolvierte bislang 116 Länderspiele. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago-images-bilder)

Die Stellung des Führungsspielers der deutschen Nationalmannschaft war zuletzt in Frage gestellt worden. Nun spricht der 31-Jährige über seinen Status – und wird deutlich.

In der Debatte über seine Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Kapitän Joshua Kimmich seine Ansprüche unterstrichen. „Ich bin jetzt elf Jahre dabei, ich weiß, wie das Geschäft läuft“, sagte der Profi des FC Bayern nach dem 2:2 in Augsburg angesprochen auf die vergangenen Tage.

Da hatte etwa Ex-Nationalspieler Oliver Kahn gesagt, dass Kimmich nicht mehr automatisch einen Stammplatz im DFB-Team habe. Lothar Matthäus meinte, dass sich Kimmich als Anführer nun beweisen müsse.

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„Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt ja trotzdem mit, dass ein bisschen was los war“, bemerkte Kimmich. „Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist auf meine Leistung. Das mache ich, das habe ich die letzten elf Jahre gemacht, das werde ich weiterhin so machen.“

Unterstützung von der Bayern-Führung

Der Mittelfeldspieler sieht sich absolut noch als Leistungsträger im Team von Bundestrainer Jürgen Klopp. „Am Ende spielen immer die Besten, und die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören. Und das ist mein Ziel, dafür arbeite ich jeden Tag. Und dann werde ich dafür sorgen, dass ich alle drei Tage wieder meine Leistung bringe.“

Bayerns Sportvorstand Max Eberl sprang dem Spieler bei. „Ich habe verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich infrage gestellt wurden, und das finde ich absolut absurd. Das ist ein Leader, der vorneweg geht“, sagte Eberl. Kimmich habe zwar bei seinen bisherigen Turnieren wenig Erfolg gehabt. „Aber Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler, und wir sollten froh sein, dass wir so einen Spieler in unseren Reihen haben.“

Unterstützung: Bayern-Sportvorstand Eberl schätzt Joshua Kimmich. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago-images-bilder)

Das hob auch Präsident Herbert Hainer hervor. „Joshua Kimmich ist eine der prägenden Spielerpersönlichkeiten seiner Generation und nicht umsonst Kapitän der Nationalmannschaft und bei uns eine der spielbestimmenden Personen“, sagte Hainer bei Bild TV. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir sowohl bei der Nationalmannschaft wie auch beim FC Bayern München noch sehr, sehr viel und viele Jahre Freude an Joshua Kimmich haben. Und deswegen muss ich sagen, halte ich diese Diskussion auch für überflüssig.“

„Der Trainer hat das ja ganz klar kommuniziert“

Kimmich hatte in der jüngsten Länderspielphase die ersten Partien in den Niederlanden (1:1) und gegen Griechenland (0:1) bestritten. Dann musste er wie die meisten anderen das Team verlassen, um dem zweiten Block für die Matches gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) Platz zu machen.

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