„Er hat ja inhaltlich absolut recht“

Weltmeister Kroos verteidigt Tuchel nach Team-Kritik

13.07.2026 – 13:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Toni Kroos beendete seine Karriere nach der EM 2024. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara/imago)

Der Weltmeister von 2014 ordnet die Kritik Tuchels nach Englands Viertelfinal-Sieg ein – und stärkt dem Trainer der „Three Lions“ den Rücken.

Toni Kroos hat Verständnis für die Kritik von Trainer Thomas Tuchel an der englischen Nationalmannschaft geäußert. „Wer, wenn nicht der Trainer, darf sagen, was nicht funktioniert hat?“, sagte Kroos im TikTok-Format „Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe“ vor dem WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien am Mittwoch (21 Uhr im Liveticker bei t-online). „Vor allem, wenn er vorher zwei Minuten darüber gesprochen hat, was für eine geile Mentalität die Mannschaft hat.“

Tuchel hatte den Auftritt Englands beim 2:1 im WM-Viertelfinale gegen Norwegen als „schlampig“ und „nicht schnell genug“ bezeichnet. Kroos verteidigte den früheren Bundesliga-Coach. „Ich traue Thomas Tuchel das Gefühl zur Mannschaft zu und dass er sie auch kritisieren kann. Er hat ja inhaltlich absolut recht, England hat kein gutes Spiel gemacht.“

  • Nach Aus gegen England: Norwegischer Stürmer erhält Morddrohungen

Nach Ansicht des Ex-Nationalspielers sei die Situation anschließend zugespitzt worden. Vor allem Jude Bellingham habe nach dem Spiel Fragen in einem anderen „Tonus“ gestellt bekommen, als „Tuchel es gesagt“ habe.

Kroos: „Willst alles hören, außer, dass du scheiße warst“

Für Bellinghams Reaktion zeigte Kroos dennoch Verständnis. „Ich war mehrfach in Miami, das ist einer der ekligsten Plätze. Wenn du da 120 Minuten gespielt hast, willst du alles hören, außer, dass du scheiße warst, vor allem wenn du weitergekommen bist“, sagte er.

Bellingham hatte auf Tuchels Kritik geantwortet: „Vielleicht weiß er nicht, wie es ist, unter solchen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ødegaard, Antonio Nusa und Sörloth zu spielen. Das ist keine schlechte Mannschaft“. Dem Mittelfeldspieler war dabei allerdings nicht die vollständige Aussage Tuchels vorgelegt worden.

An einem gestörten Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft zweifelt Kroos nicht. „Wenn dein internes Verhältnis abgekühlt ist, und du dann auch noch draufhaust, ist das nicht gut. Aber ich habe ein paar Videos in den Wochen davor gesehen, die das Gegenteil zeigen. Ich habe Aussagen von Spielern gehört, die explizit die Ansprache von Tuchel gelobt haben.“

Share.
Die mobile Version verlassen