Das deutete der Spanier bei der Verpflichtung von Palestra an, indem er jene Fähigkeiten hervorhob, die zu seinem bisherigen Stil passen. Der Italiener sei „für den modernen Fußball“ prädestiniert und biete „in seiner Positionierung viel Flexibilität“, um fließend zwischen den Formationen zu wechseln.
Palmer soll wieder glänzen, ein Weltmeister könnte gehen
In der Offensive sollen João Pedro, Rekordzugang Rogers, der zuletzt verletzte Estêvão sowie Cole Palmer auf engstem Raum kombinieren, dem Spiel aber auch Vertikalität bieten. Letzterem winkt dabei eine besondere Rolle, Alonso bezeichnete ihn auf seiner ersten Pressekonferenz als „außergewöhnlichen Spieler“, der unter den richtigen Bedingungen „einer der Schlüsselspieler im offensiven Drittel“ sein wird. Die Rolle hatte der Engländer vor allem von 2023 bis 2025 schon einmal inne, in der Vorsaison fand er nach mehreren Verletzungen nie zu seiner Form.
Zu den vielen Hausaufgaben des Sommers zählt indes auch die Verkleinerung des Kaders. Auf der eigenen Website führt Chelsea derzeit 33 Profis auf – laut einer Berechnung der BBC deutet sich damit ein gewaltiges Problem an: Bei national erfolgreichen Teams, die international nicht vertreten sind, haben demnach nur maximal 14 Spieler die Marke von 1.500 Spielminuten in der jeweiligen Saison überschritten. Ein zu großes Aufgebot birgt das Potenzial für Unzufriedenheit und Unruhe.
Die Londoner müssen aber auch aus finanziellen Gründen verkaufen. Aufgrund von finanziellen Verstößen hat die Uefa Chelsea bereits mit Strafen belegt. Die Premier League gibt ebenfalls Vorgaben. Und größere Einnahmen ermöglichen schließlich auch größere Investitionen in den Kader.
Knapp 150 Millionen Euro hat Chelsea in diesem Sommer bereits eingenommen, in der Vorsaison waren es über 300 Millionen Euro. In diesem Bereich könnten die „Blues“ erneut landen, denn mit wenigen Ausnahmen ist kein Spieler unverkäuflich. Allein Enzo Fernández könnte etwa 100 Millionen Euro in die Kassen spülen. Der Argentinier hat öffentlich von Madrid geschwärmt und wird mit einem Wechsel zu Real in Verbindung gebracht.
Das Risiko bei Garnacho und die Gefahr für Alonso
Alejandro Garnacho wiederum hat der Klub schon verabschiedet – dabei aber einen riskanten Deal eingefädelt. Der Offensivspieler, der erst vor einem Jahr für 46 Millionen Euro von Manchester United gekommen war und floppte, wurde an Aston Villa verliehen. Dabei wurde eine Kaufpflicht ausgehandelt, die offenbar unter leicht zu erreichenden Bedingungen aktiviert wird. Der Deal hat die Uefa auf den Plan gerufen, weil der Verdacht im Raum stand, dass beide Klubs damit auch ihre Bilanzen schönen wollten.
