Gut zu wissen

Diese IP-Schutzklassen gibt es


11.05.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Mann rasiert sich: Elektrische Geräte haben eine IP-Schutzklasse. (Quelle: t-online/Hersteller-bilder)

Wenn elektrische Geräte auf den Markt dürfen, ist eine IP-Schutzklasse angegeben. Was bedeutet sie und welche gibt es? Ein Überblick.

Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut elektrische Geräte vor Fremdkörpern, Staub und Wasser nach der DIN Norm EN 60529 geschützt sind. Die Klasse wird auf dem Gerät oder in der Produktbeschreibung mit einem zweistelligen Zahlencode angegeben, wobei Ziffer eins sich auf Fremdkörper und Berührung bezieht, Ziffer zwei auf Wasserschutz.

Was bedeutet die IP-Schutzklasse?

Die IP-Kennzeichnung folgt der Norm DIN EN 60529 und ist in feste Stufen gegliedert. Die erste Ziffer ist von 0 bis 6 ausgeschrieben, wobei 0 für „kein Schutz“ steht und 6 für „staubdicht“. Die zweite Ziffer ist von 0 bis 9 ausgeschrieben, wobei 0 für „ungeschützt“ steht und 9 für „Hochdruckreinigung“.

Die Angabe ist gesetzlich für Elektrogeräte vorgeschrieben und unterstützt Verbraucher bei der Suche nach passenden Produkten.

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IP20 bietet keinen Schutz vor Wasser

Die Schutzklasse IP20 ist vor Berührung mit festen Fremdkörpern ab 12,5 Millimetern oder Fingern geschützt, hat aber keinen Wasserschutz (zu erkennen an der Ziffer Null). Diese Klasse ist für trockene Innenräume wie Büros geeignet und passt auch bei Lampen, die keinen Kontakt zu Feuchtigkeit haben.

IP44 für Feuchträume

Die Schutzklasse IP44 schützt vor kornförmigen Fremdkörpern und vor Draht, aber auch vor allseitigem Spritzwasser aus allen Richtungen (zum Beispiel in der Dusche). Genutzt wird die Schutzklasse vor allem in Feuchträumen oder in überdachten Außenbereichen für Lampen und Geräte.

IP65: Hoher Schutzgrad

Die Kennzeichnung IP65 bedeutet einen vollständigen Schutz vor Berührung und Staubdichte. Außerdem sind Geräte mit dieser Kennzeichnung vor Strahlwasser geschützt. Genutzt wird die Klasse vor allem in Werkstätten, aber auch in Außenbereichen und Umgebungen mit viel Feuchtigkeit und Flüssigkeit.

IP67: Fürs Tauchen geeignet

Mit IP67 sind Geräte staubdicht und vertragen zeitweiliges Untertauchen für bis zu 30 Minuten, bis zu maximal einem Meter Tiefe. Es handelt sich hierbei oft um wasserdichte Geräte für die Dusche, aber auch für Geräte im Außenbereich oder in der Nähe von Wasser.

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IP68 für extreme Bedingungen

Die Schutzklasse IP68 ist für dauerhaftes Tauchen geeignet und vollständig staubdicht. Diese Klasse ist für Unterwasseranwendungen vorgesehen, kommt aber auch bei extremen Außeneinsätzen oder auf Schiffen zum Einsatz.

Welche IP-Schutzklasse passt zu mir?

Um die richtige IP-Schutzklasse zu wählen, sind Einsatzort und Exposition gegenüber Staub und Fremdkörpern sowie Wasser entscheidend. In trockenen Innenräumen reicht IP20, während in Feuchträumen wie Bädern IP44 oder höher erforderlich ist.

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