Anzeichen von versteckten Krankheiten

Wann geschwollene Knöchel ein Alarmsignal sind


Aktualisiert am 08.07.2026 – 07:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Geschwollene Knöchel (Symbolbild): Sie können Schmerzen verursachen.

Umgangssprachlich „Wasser in den Beinen“: Geschwollene Knöchel können Schmerzen verursachen. (Quelle: Toa55/getty-images-bilder)

Schwellungen am Knöchel sind oft harmlos, können aber auch auf Erkrankungen hinweisen. Welche Ursachen infrage kommen und wie Sie Beschwerden lindern.

Geschwollene Knöchel und Füße betreffen viele Menschen. Meist haben sie keinen schlimmen Hintergrund. So entstehen geschwollene Knöchel häufig durch zu wenig Bewegung im Alltag, etwa nach langem Stehen oder Sitzen. Bei warmer Witterung oder unbequemen Schuhen passiert das ebenfalls ziemlich schnell.

Doch was viele nicht wissen: Auch bei schweren Erkrankungen kann der Körper mit dicken Fußgelenken Warnsignale senden. Ein Überblick über mögliche Ursachen und schnelle Hilfe.

Definition

Medizinisch bedeutet das Wort „geschwollen“ hervortretend oder abnorm aufgebläht. Wenn also ein Knöchel oder ein Fuß geschwollen ist, heißt dies, dass er größer wird.

Was hinter geschwollenen Knöcheln stecken kann

Verletzungen oder Entzündungen

Durch Verletzungen (oft Verstauchungen oder Frakturen) und auch Entzündungen können die Gefäßwände durchlässiger werden. So können Wassereinlagerungen im umliegenden Gewebe einfacher entstehen und die Fußknöchel schwellen an.

Chronische Überbelastung

Durch starkes Übergewicht (Adipositas) oder starke körperliche Betätigung kann der Rückfluss des Blutes zum Herzen beeinträchtigt sein – und das Blut staut sich. Zusätzlich führen die überschüssigen Fettzellen im Körper dazu, dass vermehrt Wasser in das umliegende Gewebe austritt. Das Lymphsystem ist dann überlastet und kann die Flüssigkeit nicht abtransportieren. Die Folge: Wasser sammelt sich in den Füßen und Beinen an.

Schwangerschaft

Hormonelle Veränderungen wie beispielsweise eine Schwangerschaft bringen häufig geschwollene und schmerzende Beine und Füße mit sich. Ursache dafür ist, dass der Körper vermehrt Flüssigkeit speichert und diese aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe übertritt.

Blutgerinnsel

Fällt auf, dass nur ein Knöchel geschwollen ist, dann könnte dies ein Anzeichen für ein Blutgerinnsel sein, das die Venen verschließt. Begleiterscheinungen sind dabei meist Schmerzen, leichtes Fieber und eine Farbveränderung der Haut. In einem solchen Fall sollten Sie umgehend einen Arzt kontaktieren.

Herzerkrankungen

In einigen Fällen sind geschwollene Füße eine Begleiterscheinung einer schweren Erkrankung. So kann bei beidseitigen Knöchelschwellungen eine chronische Herzschwäche – genauer gesagt eine sogenannte Rechtsherzinsuffizienz – vorliegen.

In Kürze

Bei einer Rechtsherzinsuffizienz weist die rechte Herzhälfte eine Pumpschwäche auf. Das Blut kann nicht mehr ausreichend von den Beinen zurück zum Herzen gepumpt werden, wodurch es zum Rückstau kommt. Am tiefsten Punkt, also in den Füßen und Beinen, bilden sich dann Flüssigkeitsansammlungen.

Nieren- oder Lebererkrankungen, etwa eine fortgeschrittene Leberzirrhose, können Beine und Füße ebenfalls anschwellen lassen.

Medikamente

Einige Medikamente können als Nebenwirkung geschwollene Knöchel hervorrufen. Dazu zählen etwa

  • Antidepressiva,
  • Mittel gegen Bluthochdruck,
  • Kortison und
  • Entzündungshemmer.
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