Ostseedrama im Newsblog

Buckelwal soll in eine Art Riesenaquarium


Aktualisiert am 24.04.2026 – 23:44 UhrLesedauer: 5 Min.

Helfer stehen in direkter Nähe zum Wal: Der vor drei Wochen bei Wismar gestrandete Buckelwal liegt weiterhin im Flachwasser fest. (Quelle: Philip Dulian/dpa)

Zehn Meter breit, zwei Meter tief: Die Helfer baggern einen Kanal, der Buckelwal Timmy in die Freiheit führen soll. Wie geht es voran? Alle Entwicklungen im Newsblog.

Buckelwal soll in eine Art Riesenaquarium

22.20 Uhr: Das neue Rettungskonzept für den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee hat bisher kein grünes Licht von den Behörden bekommen. Es seien noch immer einige Fragen zu klären, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Abend.

Die Tierärztin der privaten Rettungsinitiative, Kirsten Tönnies, hatte zuvor vage von der jüngsten Lagebesprechung mit den Behörden berichtet. Es gebe, soweit sie das mitbekommen habe – außer kleinen Dingen – für das System grünes Licht. „Wenn ich das richtig verstanden habe“, setzte sie hinterher.

Das Konzept sieht vor, den tonnenschweren Meeressäuger von seinem jetzigen Liegeplatz im flachen Wasser durch eine eigens gegrabene, mehr als 100 Meter lange Rinne zu einem großen, absenkbaren Lastkahn zu bewegen. Durch eine geöffnete Klappe am Heck soll das Tier in den mit Wasser gefüllten Kahn schwimmen oder bugsiert werden. „Notfalls müssen wir diese Hilfsmittel, diese weichen Schlingen, mit dazunehmen, vielleicht kriegen wir’s auch so hin“, sagte Tönnies. Dann sei der Wal wie in einer Art riesigem Aquarium.

Segelboot durchbricht Sperrzone

18.03 Uhr: Wie im Livestream zu sehen ist, hat ein Segelboot die Sperrzone um den gestrandeten Buckelwal durchbrochen. Die Wasserschutzpolizei greift nicht ein.

Gießkanne kommt zum Einsatz

16.52 Uhr: Mehrere Helfer sind bei dem Wal im Wasser. Einer von ihnen hält dabei eine Gießkanne, wie auf Livestreams von der Rettungsaktion zu erkennen ist. Ein Schlauch läuft aus der Gießkanne, scheinbar ins Wasser bei Timmy. Unklar ist, was sich in der Gießkanne befindet.

Helfer bauen Barriere vor Timmy

15.59 Uhr: Der Chef-Taucher der Rettungsaktion, Fred Babbel, gibt ein Update zu der Rettungsaktion. Er erklärt, dass die sogenannten Big Bags am Hafen in Kirchdorf eingetroffen sind. Aktuell werden sie mit Sand befüllt.

Die Bags sollen verhindern, dass Timmy bei steigendem Wasser verschwindet. Babbel erklärt: „Die nutzen wir, damit am Sonntag, wenn Hochwasser kommt, da sollen 50 Zentimeter Wasser dazukommen, der Wal uns nicht entfleucht. Quasi als Barriere. Sonst könnte es passieren, dass der Wal dann noch weiter in flaches Gewässer kommt.“

Walforscher verlangt neues Gesundheitsgutachten

15.05 Uhr: Walforscher Fabian Ritter fordert, dass der Buckelwal vor Poel zunächst auf seine Transportfähigkeit untersucht wird, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. t-online sagte Ritter: „Wie es dem Wal wirklich geht, ist im Augenblick leider nicht gänzlich klar.“ Die Tiermediziner der privaten Initiative seien genauso wie die Veterinäre von Mecklenburg-Vorpommern in der Pflicht, Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse transparent zu veröffentlichen.

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