Krieg in Nahost
Ölpreise legen zu – Brent-Preis steigt dritten Tag in Folge
Aktualisiert am 23.04.2026 – 08:12 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Waffenruhe im Nahen Osten wackelt, Trump macht Druck. Die Folgen zeigt der Rohstoffmarkt.
Die Ölpreise haben wegen des Iran-Kriegs den dritten Tag in Folge zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni wurde bei 103,23 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent über dem Niveau vom Vortag. Die Waffenruhe im Nahen Osten steht zunehmend auf der Kippe.
US-Präsident Donald Trump hat zuletzt den Druck auf den Iran erhöht und gibt dem Land Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Allerdings sieht sich Teheran mit der Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke.
Das Ausbleiben von neuen Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs verunsichert die Anleger an den Rohstoffmärkten. Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl aus der Nordsee fast sieben Dollar und US-Öl fast vier Dollar je Barrel verteuert.
Experte Dennis Kissler vom Finanzdienstleister BOK Financial Securities geht davon aus, dass der Preisanstieg so lange weitergeht, bis eine der beiden Kriegsparteien nachgibt. Seiner Einschätzung nach sind die Verhandlungen über ein Abkommen festgefahren. „Je länger kein Öl durch die Straße von Hormus fließt, desto weiter werden die Preise steigen“, sagte Kissler.
Washington und Teheran befinden sich derzeit in einer Sackgasse bei mehreren maßgeblichen Themen, die für ein Ende des Krieges entscheidend sind, darunter das iranische Atomprogramm.
