Von deftig bis knusprig
Diese zehn Spezialitäten sollten Italien-Urlauber probieren
30.08.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 4 Min.
Früher Armeleuteessen, heute etwas für Feinschmecker: Die Brotgerichte der Emilia-Romagna sind deftig und eine schmackhafte Mahlzeit für zwischendurch.
Pasta und Parmigiano Reggiano haben die Emilia-Romagna kulinarisch berühmt gemacht. Doch die italienische Region hat noch einiges mehr zu bieten – darunter Spezialitäten, die einst als einfaches Essen entstanden und heute einen perfekten Imbiss abgeben.
Wer durch die Emilia-Romagna reist, findet viele dieser Gerichte auf Märkten, Dorffesten oder in kleinen Imbissen. Einige bestehen nur aus wenigen Zutaten, andere verbindet eine jahrhundertealte Geschichte mit ihrer Heimat. Die Tourismusregion Emilia-Romagna und t-online stellen zehn Spezialitäten vor, die Reisende probieren können.
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Chisöla: Focaccia mit langer Geschichte
Im Val Tidone bei Piacenza gehört die Chisöla zum kulinarischen Erbe. Für die herzhafte Focaccia kommen Mehl, Grieben, Schmalz, Hefe, Wasser und Salz zusammen. Sie gilt als traditionelles Agrarprodukt und Lebensmittel.
Eine Legende führt ihre Geschichte bis ins Jahr 1155 zurück: Als Friedrich Barbarossa mit seinem Heer durch das Val Tidone zog, soll die Bevölkerung seine hungrigen Soldaten mit großen Mengen Chisöla versorgt haben. Bis heute feiert Borgonovo Val Tidone die Spezialität beim Festa d’la Chisöla, das traditionell am ersten Sonntag im September stattfindet.
Erbazzone: herzhafter Kuchen mit geschützter Herkunft
Aus Reggio Emilia stammt der Erbazzone. Zwischen zwei Schichten ungesäuerten Teigs liegt eine Füllung aus Spinat und Mangold, Zwiebeln, Schmalz, Semmelbröseln und Parmigiano Reggiano.
Seit März 2026 trägt der Erbazzone reggiano die europäische Bezeichnung g.g.A. Das Kürzel steht für „geschützte geografische Angabe“ und kennzeichnet Lebensmittel, die mit einer bestimmten Region verbunden sind. Der Erbazzone ist das 45. geschützte Produkt der Emilia-Romagna. In Reggio Emilia essen ihn die Menschen zu unterschiedlichen Tageszeiten – sogar zum Frühstück mit einem Cappuccino.
Gnocco fritto: frittierter Teig mit Schinken
Außen knusprig und innen luftig: In Parma heißt die Spezialität Torta fritta und in der Emilia-Romagna sowie in Modena Gnocco fritto. Die kleinen Teigstücke kommen goldbraun frittiert und noch warm auf den Tisch. Dazu gibt es traditionell regionale Wurst- und Schinkenspezialitäten wie Prosciutto di Parma, Prosciutto di Modena, Coppa di Parma oder Salame Felino.
