Verbrennungen: Behandlung der verschiedenen Schweregrade

Therapie und Nachsorge

Wie lassen sich schwere Verbrennungen behandeln?


02.01.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Brandverletzungen durch Flammen zählen zu den häufigsten Gründen für Verbrennungen. (Quelle: gorodenkoff/getty-images-bilder)

Zahlreiche Menschen haben beim Brand in Crans-Montana Verbrennungen erlitten. Welche Behandlungen und Folgen auf Brandverletzte zukommen, lesen Sie hier.

Zu Verbrennungen kommt es, wenn Hitzeeinwirkung die Haut und tiefer liegende Gewebe schädigt – genauer: wenn sie die Struktur der Proteine in den Zellen zerstört, sodass das betroffene Gewebe abstirbt. Passieren kann dies etwa durch Kontakt mit heißen Flüssigkeiten (Verbrühungen), heißen Oberflächen, elektrischem Strom oder offenem Feuer.

Je nachdem, wie tief die Hautschädigung bei einer Verbrennung reicht und wie hoch der Anteil der betroffenen Hautfläche ist, unterscheiden sich ihre Symptome, die nötige Therapie und die Prognose deutlich. Anhand der Tiefe der Verletzung unterscheiden Fachleute folgende Schweregrade:

Um eine oberflächliche Verbrennung ersten oder zweiten Grades zu behandeln, reichen gewöhnlich konservative Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem eine Wundreinigung, ein steriler Verband, feuchtigkeitsspendende Cremes oder medizinische Hydrogele und bei Bedarf Schmerzmittel. Kleine oberflächliche Verbrennungen heilen sogar meist von allein wieder ab. Ist die Haut großflächiger verbrannt, kann jedoch eine umfassendere Versorgung erforderlich sein.

Bei tiefen oder stärker ausgedehnten Verbrennungen ist immer eine spezialisierte medizinische Versorgung wichtig. Denn solche Schädigungen zählen nicht nur zu den schwersten, sondern gleichzeitig zu den nachhaltigsten Verletzungen, da sie besonders bei unzureichender Behandlung mit lebenslangen, oft stigmatisierenden Folgen verbunden sind.

Schwere, also großflächige oder tiefe Verbrennungen wirken sich nicht nur auf die Haut aus, sondern auf den ganzen Körper. So kann es zu einem Kreislaufschock und einer entzündlichen Allgemeinreaktion des Körpers kommen, was im Extremfall zu einem Funktionsverlust zunächst völlig unbeteiligter Organe wie etwa der Nieren führen kann.

Daher erfordern schwere Verbrennungen eine stationäre und oft intensivmedizinische Behandlung in einem spezialisierten Zentrum für Brandverletzte: einer sogenannten Burn Unit. Dort erhalten die Betroffenen eine interdisziplinäre Versorgung, an der sich Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen wie Chirurgie, Anästhesie, Intensivmedizin, Infektiologie, Ernährungstherapie, Schmerztherapie, Physiotherapie und Rehabilitation beteiligen.

Nach der Aufnahme steht zunächst die Stabilisierung und Überwachung auf der Intensivstation im Vordergrund. Diese Phase kann mehrere Tage dauern. Sie besteht unter anderem darin, dass das medizinische Personal

Hinzu kommen Maßnahmen zur Wundbehandlung. Zunächst wird abgestorbenes Gewebe vollständig entfernt, um Infektionen zu verhindern und einen sauberen Wundgrund zu schaffen. Bei großflächigen oder tiefen Verbrennungen werden die Wunden häufig mit gesunder körpereigener Haut oder Hautersatzmaterialien abgedeckt. Je nach betroffener Körperstelle kann es auch nötig sein, die verbrannte Haut einzuschneiden, um den Gewebedruck zu senken.

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