Politischer Eklat bei der WM
US-Minister jubelt über Iran-Aus – Verband reagiert scharf
Aktualisiert am 01.07.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Heimatschutzminister Mullin feiert das WM-Aus des Iran öffentlich und spricht von Freudentänzen. Der iranische Fußballverband antwortet deutlich.
Der US-amerikanische Heimatschutzminister Markwayne Mullin hat öffentlich seinen Jubel über das Vorrunden-Aus des Iran bei der WM 2026 zum Ausdruck gebracht. Mullin sagte: „Ich bin einfach nur froh, dass sie fertig sind und dass sie nicht zurückkommen.“ Er sei sehr glücklich gewesen, als sie die Visa der Iraner widerrufen hätten – „und ich habe vielleicht auch ein oder zwei Lieder gesungen oder vielleicht sogar einen Freudentanz getanzt“.
Im Video | Hummels spricht über Nagelsmann-Bruch
Player wird geladen
Der iranische Fußballverband kritisierte Mullins Äußerungen, zeigte sich aber nicht überrascht. In einem Verbandsstatement hieß es: „Iraner sind die schlechten Behandlungen und Lügen von US-Offiziellen gewohnt, deshalb ist niemand im Iran überrascht von diesen feindlichen Äußerungen.“ Die USA würden damit ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass sie die zu erwartenden Anforderungen an eine Gastgebernation nicht erfüllen würden.
Noch schärfer fiel der Konter des iranischen Außenministers aus: „‚Mission erfüllt‘, Herr Mullin“, schrieb Abbas Araghtschi an Mullin gerichtet. „Sie haben noch etwas anderes erreicht: Sie haben der Welt bewiesen, dass Sie nicht in der Lage sind, ein internationales Turnier auszurichten. Ihr Verhalten war ein Paradebeispiel dafür, wie man die Würde verspielt, die mit der Rolle als Gastgeber einhergeht.“
Die iranische Nationalmannschaft hatte die WM unter erschwerten Bedingungen bestritten. Wegen Einreisebeschränkungen musste das Team für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen. Vor und nach den Spielen durfte es sich nur kurze Zeit im Land aufhalten. Spieler und Verantwortliche sprachen deshalb von einer klaren Benachteiligung. Den Einzug in die K.-o.-Runde verpasste der Iran knapp.
