6. Dezember
Ursprung des Nikolaustags: Woher kommt die Tradition?
Aktualisiert am 06.12.2024Lesedauer: 4 Min.
Der Nikolaustag findet jährlich am 6. Dezember statt. Doch wo hat dieser besondere Tag seinen Ursprung und wer war dieser Nikolaus?
Der Nikolaustag verdankt seinen Namen dem heiligen Bischof von Myra, der im dritten Jahrhundert in Lykien (im Südwesten von Antalya, der heutigen Türkei) geboren und auf den Namen „Nikolaus“ getauft wurde. Der Name entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Sieg des Volkes“.
Der Nikolaus: Ein barmherziger Bischof
Nachdem Nikolaus mit 19 Jahren in seiner Heimat zum Priester geweiht wurde, zog es ihn in die Stadt Myra, ebenfalls eine Stadt der heutigen Türkei. Dort wurde er im Jahr 325 n. Chr. zum Bischof von Myra berufen.
Erzählungen zufolge machte der Bischof seinem Namen alle Ehre und handelte stets barmherzig und uneigennützig. So soll er das beträchtliche Vermögen, das er von seinen wohlhabenden Eltern erbte, vollständig an die Armen gespendet haben.
Der 6. Dezember gilt gemeinhin als der Todestag des heiligen Nikolaus. Dieser Tag wird in Andenken an seine guten Taten gefeiert. Hierin ist auch der Ursprung des Feiertages zu sehen.
Der Heilige Nikolaus als Retter und Geschenkgeber
Um den Bischof von Myra ranken sich viele Legenden und Mythen. Von besonderer Bedeutung für die heutige Tradition des Festes ist die legendenhafte Geschichte von einem sehr armen Mann: Ihm fehlte das Geld, seine drei Töchter zu verheiraten, weshalb er sie in die Prostitution schicken wollte. Als Nikolaus davon erfuhr, warf er Gold in den Kamin der Mädchen. Dieses fand sich in ihren Stiefeln und Socken wieder, die dort zum Trocknen hingen. So rettete er die Mädchen vor ihrem Schicksal.
So wurden der Brauch und die Tradition an die Legende der drei Jungfrauen angelehnt. Der Nikolaus soll seitdem jedes Jahr an seinem Todestag durch den Kamin kommen und Kinder beschenken, die brav und artig waren. Dabei legt er die Geschenke in die Stiefel, Schuhe oder Socken, die am Kamin aufgehängt werden.
Oft ist er dabei in Begleitung von Furcht einflößenden Gehilfen. Während der Nikolaus als der gutherzige Geschenkgeber dargestellt wird, ist die Aufgabe seiner gemeinen Gehilfen, unter anderem Knecht Ruprecht, verzogene und unartige Kinder zu bestrafen.
Die Reliquien des Heiligen Nikolaus
Die Ruine einer frühmittelalterlichen Basilika erinnert am Rande der Kleinstadt Demre noch an das erste Grab des Bischofs Nikolaus. Der Körper des Heiligen befindet sich jedoch längst nicht mehr in dem Sarkophag, denn dieser wurde an der Seite aufgebrochen und ist leer.
