Hannover Messe

Unternehmer begrüßt Merz als „Herr Merkel“

20.04.2026 – 20:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei der Eröffnung der Hannover Messe. (Quelle: Michael Matthey/dpa/dpa-bilder)

„Herr Merkel“ statt Merz: Ein Versprecher auf der Hannover Messe sorgt für Aufmerksamkeit – und erinnert an ein Missgeschick, das den Kanzler nicht zum ersten Mal trifft.

Beim Rundgang über die Hannover Messe ist Bundeskanzler Friedrich Merz am Stand des Unternehmens Phoenix Contact versehentlich mit dem falschen Namen begrüßt worden. „Recht herzlich willkommen, Herr Merkel, äh Herr Bundeskanzler Merz“, sagte Geschäftsführer Dirk Görlitzer.

Für Merz ist ein solcher Versprecher derweil nicht neu. Schon in der Vergangenheit wurde er mehrfach versehentlich mit dem Namen seiner Vorgängerin Angela Merkel angesprochen. Besonders in Erinnerung blieb eine Generaldebatte im Bundestag, bei der ihn der FDP-Politiker Christian Dürr mit „Herr Merkel“ anredete. Der neuerliche Patzer auf der Hannover Messe griff dieses Motiv nun erneut auf.

Entsprechend schnell verbreitete sich der Vorfall auch in den sozialen Medien. Dort wurde die Szene vielfach geteilt und kommentiert – nicht zuletzt, weil das Verhältnis zwischen Merz und Merkel über Jahre als politisch belastet galt. Der Versprecher sorgte deshalb weniger wegen des Fehlers selbst als wegen seiner politischen Pointe für Aufmerksamkeit.

Merz und seine Frau Charlotte hatten Lula und seine Frau Janja bereits am Sonntag auf Schloss Herrenhausen empfangen und anschließend gemeinsam die Hannover Messe eröffnet. Am Montag folgten die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen mit insgesamt 15 Ministern auf beiden Seiten.

Merz wünscht sich Beziehungen zu Brasilien mit der Zuverlässigkeit wie ein VW Käfer. In der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva in Hannover erinnert der CDU-Vorsitzende daran, dass das erste VW-Werk außerhalb Deutschlands in Brasilien gebaut worden sei. Von 1953 an wurden dort der VW Käfer und der VW Bus gebaut.

„Der Käfer ist ein Sinnbild unserer industriellen Partnerschaft“, sagte Merz in der Pressekonferenz zu den deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen. „So verlässlich, wie der Käfer über Jahrzehnte über die Straßen rollte, so verlässlich wünsche ich mir unsere Partnerschaft und unsere Zusammenarbeit.“

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