Droht jetzt das Aus?

Mietschulden bei Münchner Galeria-Filiale


21.04.2026 – 09:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Galeria Kaufhof Filiale (Archivbild): Für die Filiale am Rotkreuzplatz soll der Warenhauskonzern die Miete nicht bezahlt haben. (Quelle: IMAGO/imago)

Die schlechten Nachrichten um Galeria gehen weiter. Der Konzern soll Probleme mit den Mieten haben. Auch in München soll eine Filiale davon betroffen sein.

Galeria Kaufhof steht schon seit längerer Zeit in der Kritik. Nach der angemeldeten Insolvenz im Jahr 2024 folgten mehrere Filialschließungen. Seitdem stehen die noch bestehenden Filialen auf der Kippe. Darunter auch die am Rotkreuzplatz in München. Der aktuelle Kernkonflikt: die Miete. Galeria verhandele aktiv um niedrigere Mieten an den Standorten, um die Filialen halten zu können. Medienberichten zufolge soll der Warenhauskonzern nun die April-Miete für den Standort am Rotkreuzplatz nicht bezahlt haben.

Wie die „Immobilienzeitung“ berichtet, soll Galeria bei den Mieten um Stundung gebeten haben. Das haben die betroffenen Mieter der Fachzeitung bestätigt. In mehreren Fällen soll die Warenhauskonzern die Miete für den Monat April noch nicht gezahlt haben. Das berichtet auch die „Abendzeitung“. Auch dort habe man gesicherte Informationen, dass die April-Miete für die Filiale am Rotkreuzplatz noch nicht bezahlt worden sei.

Nach Informationen der „Immobilienzeitung“ ist München bei Weitem nicht der einzige Standort mit diesem Problem. Auch Filialen in Berlin, Köln, Mannheim oder Braunschweig sind von der ausgefallenen Mietzahlung betroffen. Auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online hat sich Gerlia am Dienstagmorgen (21. April) noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Ein Unternehmenssprecher sagt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dazu: „Wir beobachten das mit Sorge. Bisherige Kontaktversuche sind ins Leere gelaufen. Es ist niemand erreichbar, sodass wir uns fragen, wie es jetzt weitergeht.“ Ein weiteres Unternehmen bestätigte, dass die Miete für April bislang nicht pünktlich und vollständig eingegangen sei. Das Unternehmen teilte auf dpa-Nachfrage lediglich mit: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Fragen zu internen Vertragsdetails sowie zu laufenden Gesprächen und Verhandlungen nicht kommentieren.“

Der Mietvertrag für die Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz soll Anfang 2027 auslaufen. Nach der Schließung des Standorts am Münchner Hauptbahnhof gilt er als nächster Wackelkandidat. Im Gegensatz zu der Filiale am Marienplatz zieht die Filiale am Rotkreuzplatz weniger Touristen an und ist somit auch umsatzschwächer.

Verteilt in ganz München betreibt Galeria derzeit neben den Filialen am Rotkreutplatz und am Marienplatz noch zwei weitere. Eine in Schwabing und eine im Olympia Einkaufszentrum.

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