Neuer Bundestrainer vorgestellt

Unter diesen Bedingungen gibt Red Bull Klopp frei


24.07.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die DFB-Pressekonferenz im Livestream

Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer – und seine Verpflichtung hatte ihren Preis. Der DFB musste Red Bull mit zwei ungewöhnlichen Zugeständnissen überzeugen.

Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer. Der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistercoach unterschrieb beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Vierjahresvertrag ab dem 15. August bis zur WM 2030. Das teilte der Verband am Freitagvormittag während der Vorstellungsrunde am Frankfurter DFB-Campus mit. Zudem verkündete Präsident Bernd Neuendorf Bestellung von 2014er-Weltmeister Per Mertesacker als Geschäftsführer Sport zum 1. Januar 2027.

„Jürgen und wir haben sehr intensiv gesprochen. Er war von Anfang an unsere Wunschlösung. Er ist voller Energie und hat große Lust“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der zudem die Co-Trainer Pepijn Lijnders, Peter Krawietz und Sven Bender bestätigte.

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Neuendorf verriet bei der Vorstellung auch die Bedingungen, unter denen Klopps Verpflichtung möglich wurde. Ein Hindernis war anfangs Klopps Anstellung als Head of Global Soccer bis 2029 bei Red Bull. Auch hier konnte die DFB-Spitze bei einem Treffen mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff in München jedoch eine Lösung finden. Klopp war nach seinem Abschied vom FC Liverpool im Sommer 2024 seit Anfang 2025 für den Getränke-Konzern aus Österreich tätig.

Neuendorf nennt Freigabebedingungen für Klopp

Neuendorf bedankte sich ausdrücklich bei Red Bull und konkret bei Mintzlaff für die Freigabe Klopps. In Anerkennung dieser Bereitschaft, den Vertrag mit Klopp vorzeitig zu beenden, habe sich der DFB zu zwei Dingen bereit erklärt. „Erstens wird es eine Zuwendung von Seiten des DFB an die Red-Bull-nahe Stiftung Wings for Life geben in Höhe von einer Million Euro“, sagte Neuendorf. „Und zweitens: Es wird bis zum Jahre 2030 drei Länderspiele der A-Nationalmannschaft der Männer in Leipzig geben.“

Bernd Neuendorf (l.), Jürgen Klopp (M.) und Hans-Joachim Watzke bei der Vorstellung am Freitag. (Quelle: Heiko Becker/reuters)

Das geschehe „auch in Anerkennung dessen, dass die Freigabe so unkompliziert und unbürokratisch erfolgt ist. Insofern zeigen wir uns hier erkenntlich in Richtung Leipzig, der Stiftung und des Unternehmens.“

Klopp (59) folgt auf Julian Nagelsmann, der nach dem blamablen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) zurückgetreten war. Klopp war zuletzt Fußballchef beim Red-Bull-Konzern, sein bis 2029 laufender Vertrag wurde aufgelöst. Sein Debüt als 13. Bundestrainer der Verbandsgeschichte wird er am 24. September in der Nations League gegen die Niederlande geben.

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