Nach den UN

Baerbock hat wohl neuen Job

Aktualisiert am 24.08.2026 – 22:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Annalena Baerbock bei einem UN-Termin: Im Herbst soll sie einem Bericht zufolge Professorin an der Columbia University in New York werden. (Quelle: Selcuk Acar/imago-images-bilder)

Seit knapp einem Jahr leitet Annalena Baerbock die UN-Generalversammlung. Nun hat die frühere Außenministerin wohl einen neuen Posten in Aussicht.

Annalena Baerbock wird im Anschluss an ihren UN-Posten eine Lehrtätigkeit an der New Yorker Columbia Universität übernehmen. Zum Herbst wird die Grünen-Politikerin Professorin für Global Leadership und Co-Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership“, hieß es aus informierten Kreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte „Table Media“ berichtet.

Der mehrjährige Posten sei dabei eine praxisorientierte Professur, keine klassische Forschungsprofessur. Das Programm richtet sich laut der Universität an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung. Baerbocks einjähriges Amt als Präsidentin der UN-Generalversammlung endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch.

Russland und die USA kritisieren Baerbock

Erst vorige Woche warfen Russland und die USA Baerbock vor, sich bei der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs in Kompetenzen des Sicherheitsrats eingemischt zu haben. Russland sei besorgt „über die Rolle, die sich die Präsidentin der Generalversammlung selbst zuzuschreiben versucht“, sagte der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia. Damit schloss er sich einer Kritik vom Vortag aus den USA an, in der Baerbock „Heuchelei“ unterstellt wurde.

Hintergrund ist Baerbocks Rolle im Auswahlverfahren für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres. Die Grünen-Politikerin hat mehrfach erklärt, sich für ein „transparentes, inklusives, strukturiertes, rechtzeitiges und glaubwürdiges“ Auswahlverfahren einzusetzen.

Die entscheidende Empfehlung über den Posten liegt beim UN-Sicherheitsrat, der sich in nicht öffentlichen Abstimmungen auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin verständigt, der oder die dann von der Generalversammlung der 193 Mitgliedsländer ernannt wird. António Guterres scheidet zum Ende des Jahres aus dem Amt. Derzeit gibt es acht Bewerber auf den Posten.

Baerbock hatte bereits in der Vergangenheit gesagt, sich in New York wohlzufühlen und es zu genießen, in der Vielfalt der Stadt „unterzugehen“ – „und für mich ist das ehrlich gesagt auch manchmal sehr befreiend“, hatte sie kurz nach ihrem Amtsantritt gesagt. Ihre Amtszeit war geprägt von internationalen Krisen und zunehmenden Spannungen im multilateralen System. Baerbock setzte sich für eine Reform der Vereinten Nationen ein und machte sich für Frauenrechte, Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung stark.

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