In Uganda meldet sich sogar das Parlament

Fußballkapitän mit Pflastersteinen totgeschlagen

Aktualisiert am 06.08.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.

David Owori: Er lief zuletzt für den SC Villa in Uganda auf. (Quelle: x.com: @SCVillaJogoo)

David Owori, Kapitän von SC Villa und ugandischer Nationalspieler, stirbt mit 27 Jahren nach einem Raubüberfall nahe seinem Haus. Sein Tod löst eine Welle der Empörung aus – auch das Parlament reagiert.

In der Nacht auf Mittwoch haben Unbekannte den ugandischen Fußball-Nationalspieler David Owori nahe seinem Haus in Kampala mit Pflastersteinen angegriffen und ausgeraubt. Der 27-jährige Kapitän von SC Villa erlag seinen Verletzungen noch am selben Tag.

Owori hatte sich gewehrt, als die Täter versuchten, ihm sein Mobiltelefon zu stehlen. SC-Villa-Sprecher Asan Kasingye schilderte gegenüber Journalisten den Ablauf: „Der Spieler wurde auf dem Weg zu seinem Zuhause von Verbrechern überfallen und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, bevor er in die Klinik gebracht wurde.“ Helfer brachten ihn zunächst in ein nahegelegenes Krankenhaus, dann in eine private Einrichtung in der Stadt – wo er starb.

Polizeisprecherin Rachael Kawala teilte mit, Ermittler verfolgten Spuren zur Identifizierung der Täter. Der ugandische Fußballverband Fufa beschrieb Owori als „wahren Anführer auf und neben dem Platz“ und erklärte: „David war nicht nur ein Fußballer. Er war ein Anführer und inspirierte eine Generation.“ Das Parlament hielt am Mittwoch eine Schweigeminute ab und forderte rasche Aufklärung.

Owori war 2023 nach zwei Jahren in Europa zum SC Villa zurückgekehrt. Er spielte als Rechtsverteidiger und im Mittelfeld und gehörte zu den dienstältesten Spielern im Kader. 2024 führte er die Mannschaft zum ersten Meistertitel seit 20 Jahren – dem 17. Erstligatitel des Klubs. Zuletzt hatte er einen Vertrag bis Januar 2027 erhalten. Owori war auch für die Nationalmannschaft, die „Cranes“, aktiv.

Oworis Tod folgt auf den eines weiteren ugandischen Sportlers: Rugby-Nationalspieler Sydney Gongodyo war wenige Wochen zuvor ebenfalls nach einem Angriff durch eine Menschenmenge in Kampala gestorben.

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