Ehemaliger Grüner
Boris Palmer über AfD-Wahlerfolg: „Glücksfall“
Aktualisiert am 09.09.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Viele Politiker außerhalb der AfD zeigen sich wegen des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt besorgt. Boris Palmer sieht das anders.
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat das AfD-Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als „Glücksfall“ bezeichnet. Im Gespräch mit Constantin Schreiber in dessen Format „Sagen, was ist“ erklärte er, es sei positiv, dass man in Sachsen-Anhalt jetzt mal ausprobieren könne, was passiert, wenn die AfD tatsächlich den Ministerpräsidenten stelle. „Es könnte sein, dass wir in Sachsen-Anhalt bald sehen, dass die AfD auch nicht besser und charismatischer regiert als alle anderen“, betonte Palmer.
Die AfD hatte bei der Landtagswahl am Sonntag 43,8 Prozent der Stimmen geholt und ist die mit Abstand stärkste Kraft im neuen Landesparlament. Palmer zeigte sich aber auch erleichtert, dass die AfD nicht die absolute Mehrheit der Parlamentssitze geholt habe: „Bei einer AfD-Alleinregierung, wo die sofort einfach frei schalten und walten können, hätte ich auch die größten Sorgen.“
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Entscheidend dürfte nun das BSW werden, das bereits eine punktuelle Zusammenarbeit mit der AfD angekündigt hatte. Palmer sieht die Rolle des BSW positiv: „Das reduziert meine Sorge vor Faschismus noch einmal“, betonte er. „Man kann Sahra Wagenknecht viel vorwerfen, aber ich würde ihr niemals unterstellen, dass sie daran mitwirken will, den Faschismus wieder einzuführen.“
Das Wahlergebnis sei daher auch ein „Glücksfall“, weil es mit dem BSW eine kooperationswillige Partei habe, die nicht faschistisch sei, aber auch keine Brandmauer verfolge.
