Ein anderer hatte schon zugesagt

Tuchel war nicht Englands erste Wahl als Nationaltrainer

17.07.2026 – 18:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Thomas Tuchel: Der 52-Jährige ist seit Januar 2025 englischer Nationaltrainer. (Quelle: IMAGO/Allstar Picture Library Ltd/imago-images-bilder)

Nach dem verpassten Finaleinzug richtet sich der Blick in England auf die Ursachen des Scheiterns. Dabei rückt auch die Entscheidung rund um den Nationaltrainer in den Fokus.

Thomas Tuchel bleibt trotz des verpassten WM-Endspiels offenbar Trainer der englischen Nationalmannschaft. Nach Informationen des US-Portals „The Athletic“ genießt der 52-Jährige weiterhin das Vertrauen des englischen Fußballverbands (FA), obwohl das 1:2 im Halbfinale gegen Argentinien die Diskussionen über seine Entscheidungen angeheizt hat.

Und das, zumal Tuchel offenbar nicht die erste Wahl als Nachfolger von Ex-Nationaltrainer Gareth Southgate war. Dem Bericht zufolge hatten sich die „Three Lions“ im Jahr 2024 zunächst mündlich mit Pep Guardiola geeinigt. Der Spanier soll sich schließlich aber doch gegen ein Engagement und für einen Verbleib bei Manchester City entschieden haben. Erst dann wurde der Weg für Tuchel frei.

Frühes Ausscheiden hätte größere Folgen gehabt

England hatte den Einzug ins erste WM-Finale seit 1966 knapp verpasst. Nach einer Führung kassierten die „Three Lions“ gegen Argentinien zwei späte Gegentreffer und schieden aus. Im Anschluss geriet vor allem die taktische Ausrichtung in den Fokus. Mehrere Medien und Experten erklärten, Tuchels Entscheidungen hätten sie „geschockt und bestürzt“ und seinen Ruf als taktisches Genie infrage gestellt.

Der Bericht beschreibt jedoch auch, dass ein früheres Ausscheiden deutlich größere Folgen hätte haben können. Wäre England bereits vor dem Viertelfinale ausgeschieden, hätten sowohl Tuchel als auch die FA demnach aufgrund vertraglicher Klauseln die Zusammenarbeit beenden können.

Vor dem Turnier hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen. Unter dem früheren Bayern-Trainer gewann England alle acht Qualifikationsspiele, blieb ohne Gegentor und erzielte 22 Treffer. Mit entsprechend großem Selbstvertrauen reiste der Weltmeister von 1966 zum Turnier in die USA, Mexiko und Kanada. Dem Bericht zufolge hatten Tuchel und weitere Mitglieder des Trainerstabs für den Fall eines Titelgewinns sogar geplant, sich gemeinsame Erinnerungs-Tattoos stechen zu lassen.

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