Erster Sprinter unter zehn Sekunden

Doping-Verfahren gegen Deutschlands schnellsten Mann

17.07.2026 – 14:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Owen Ansah: Der Leichtathlet verweigerte offenbar eine Dopingkontrolle. (Quelle: IMAGO/Axel Kohring)

Owen Ansah lief als erster Deutscher die 100 Meter in unter zehn Sekunden. Jetzt muss sich der Athlet rechtfertigen.

Gegen den deutschen 100-Meter-Rekordler Owen Ansah läuft ein sogenanntes Ergebnismanagementverfahren der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada). Hintergrund sei ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen, teilte die Nada mit und nannte dabei die Verweigerung einer Dopingkontrolle.

Der 25 Jahre alte Leichtathlet vom Hamburger SV ist aber nicht vorläufig suspendiert. „Für den dem Athleten vorgeworfenen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen sieht das Anti-Doping-Regelwerk keine zwingend zu verhängende vorläufige Suspendierung vor“, erklärte die Nada eine Woche vor den deutschen Meisterschaften in Bochum. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht, eine Stellungnahme von Ansah lag zunächst nicht vor.

Ansah war vor zwei Jahren in Braunschweig in 9,99 Sekunden als erster deutscher Sprinter unter der Marke von zehn Sekunden geblieben. Am 6. Juni steigerte der in Mannheim trainierende Athlet die Bestmarke auf 9,98 Sekunden. Bei der EM ab dem 10. August im britischen Birmingham hätte Ansah nicht nur im Einzelrennen Medaillenchancen, sondern auch mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel.

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