17 Uhr: Eigentlich sollte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am 15. April mit Naturschutzverbänden und Fischereivertretern über den Schutz der Wale in der Ostsee sprechen. Doch wie der „Spiegel“ nun berichtet, sagte Backhaus den Termin ab – und gab stattdessen eine Pressekonferenz zu Timmy. Das Umweltministerium erklärte, eine Abteilungsleiterin habe den Termin zum Schutz der Ostseewale in Backhaus’ Vertretung wahrgenommen.

16 Uhr: Wie es dem Wal während des Transports geht, ist unklar. Ein Blick an Bord ist nicht möglich. Weder Medienvertreter noch Behörden begleiten den Transport auf der Barge. Informationen kommen ausschließlich von der privaten Initiative. Fachleute kritisieren das Vorgehen. Der Meeresbiologe und Walforscher Fabian Ritter fordert mehr Einblick in die Maßnahmen. „Wichtig ist derzeit, nach den aktuellen Untersuchungen zu fragen, was gemacht wird und welche Ergebnisse es gibt“, erklärt er t-online und fordert: „Die Daten des Senders müssen öffentlich gemacht werden, um den Weg des Wals nach einer möglichen Freilassung nachvollziehen zu können.“

Die Entscheidung der Initiative, die Standortdaten des Wals nicht der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, sieht Ritter äußerst kritisch und verweist auf die Widersprüche im Vorgehen der Aktivisten. „Plötzlich braucht der Wal also seine Ruhe, nachdem sie zwei Wochen lang mit jedem zur Verfügung stehenden Wasserfahrzeug ganz nah an ihm herum geschippert sind“, kommentiert er. „Das ist sehr zynisch.“

Ritter kritisiert den Umgang der Initiative mit Informationen scharf. „Es herrscht jetzt schon eine gewisse Geheimniskrämerei“, sagt der Walexperte. Die Initiative lasse keine externen Filmaufnahmen zu und wolle die Bilder selbst verkaufen, angeblich zur Finanzierung einer Walschutzkampagne, über die man aber nichts weiß.

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