Wetterlage stellt sich um
Hitzewelle verzögert sich – aber wird umso heftiger
13.06.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Deutschland steuert auf die bislang heißeste Wetterphase des Jahres zu. Die neue Hitzewelle könnte sogar die 40-Grad-Marke knacken.
Das Sommer-Wetter dreht auf: Deutschland steht vor der zweiten Hitzewelle des Jahres. Ein Keil des Azorenhochs gewinnt von Südwesten her an Einfluss und lässt die Temperaturen ab Mitte der Woche kräftig steigen. Die Hitzewelle kommt etwas später als gedacht im Bundesgebiet an, wird aber umso heißer. Die Niederschläge gehen zurück, die Sonnenscheindauer nimmt zu und die Temperaturen steigen rasant an. Meteorologen erwarten den bislang heißesten Abschnitt des Jahres.
Bereits am Mittwoch werden in zentralen Gebieten und im Süden Deutschlands Werte zwischen 25 und 29 Grad erwartet, im Südwesten örtlich sogar bis zu 32 Grad. Am Donnerstag setzt sich die Erwärmung fort. Während im Norden etwa 22 Grad erreicht werden, steigen die Temperaturen im Südwesten auf bis zu 34 Grad.
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Am Freitag wird es dann überall in Deutschland hochsommerlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert im Norden bis zu 25 Grad, im Südwesten bis zu 35 Grad. An den Küsten bleibt es durch den Einfluss des Meeres etwas kühler.
Hitzewelle erreicht Höhepunkt – erster Wüstentag des Sommers
Ein regelrechter Hitzekracher ist dann am kommenden Wochenende zu erwarten. Am Samstag werden verbreitet Höchstwerte von mehr als 30 Grad erwartet. Regional sind sogar Temperaturen von 35 Grad möglich. Damit rückt der erste Wüstentag des Jahres in greifbare Nähe. Als Wüstentag bezeichnen Meteorologen einen Tag mit mindestens 35 Grad in der Spitze.
Sowohl das europäische als auch das amerikanische Wettermodell simulieren für die zweite Junihälfte eine ausgeprägte Hochdrucklage über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Modelle unterscheiden sich zwar in Details, zeigen aber dieselbe Grundtendenz: sonniges Wetter, wenig Niederschlag und deutlich überdurchschnittliche Temperaturen.
So heiß wird es – die Wetterprognosen
Nach Berechnungen des europäischen Wettermodells (ECMWF) könnte das Hochdruckzentrum sich um den 18. Juni direkt über Mitteleuropa liegen. Dann wären an den Küsten sommerliche 24 bis 28 Grad möglich, im Landesinneren verbreitet 28 bis 34 Grad. Für den Westen und Südwesten werden in einzelnen Modellläufen sogar Temperaturen von bis zu 38 Grad simuliert.
Das amerikanische Wettermodell (GFS/NOAA) zeigt eine ähnliche Entwicklung. Dort werden zum Höhepunkt der Hitzewelle um den 21. Juni regional sogar Temperaturen von mehr als 40 Grad berechnet. Die Prognose liegt allerdings noch relativ weit in der Zukunft und unterliegen entsprechend großen Unsicherheiten.
