Solidarität nach CSD-Anschlag

Tausende ziehen für queere Gemeinschaft durch Köln

09.08.2026 – 16:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Teilnehmer der Demo: Mehrere Tausend Menschen haben in Köln für den Schutz der queeren Community demonstriert. (Quelle: Roberto Pfeil/dpa/dpa-bilder)

In Köln demonstrieren Menschen für Solidarität mit der queeren Community. Die Veranstalter erheben weitreichende Forderungen.

In Köln haben sich am Sonntag mehrere Tausend Menschen zu einer Solidaritäts-Demonstration für die queere Gemeinschaft versammelt. Die Polizei sicherte die Versammlung mit zahlreichen Kräften ab.

Nach Angaben des Vereins Cologne Pride kamen rund 10.000 Menschen. Laut Polizei waren vorab rund 2.000 Teilnehmer angemeldet. Die Teilnehmer trafen sich in Deutz und zogen durch die Kölner Innenstadt.

Solidarität nach CSD-Anschlag in Berlin

Anlass war der islamistische Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Day. Am 25. Juli hatte ein 21-Jähriger dort mit einem Auto mehrere Menschen angefahren. Er soll weitere Menschen mit einer Machete attackiert haben. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Der mutmaßliche Täter wurde einen Tag später von Polizisten erschossen. Er habe die Beamten zuvor angegriffen.

Cologne Pride betonte: „Worte der Solidarität allein reichen nicht aus.“ Der Verein forderte Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen zum Schutz queerer Strukturen.

Auch in Essen fand am Samstag der CSD statt. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 3.500 Menschen am Demonstrationszug teil. Die Sicherheitslage sei nach dem Berliner Anschlag neu bewertet worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Parade verlief ohne besondere Vorkommnisse.

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