Trickbetrug in Berlin eskaliert

Falsche Stromzählerableser unterwegs – diese Tipps gibt die Polizei


09.08.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 1 Min.

Stromzähler (Archivbild): In Berlin war ein Betrüger unterwegs. (Quelle: IMAGO/Bihlmayerfotografie)

Ein Unbekannter gibt vor, den Stromzähler ablesen zu wollen und gelangt in die Wohnung eines Seniors. Der Sohn greift ein – mit Folgen.

Bei einem versuchten Trickdiebstahl in der Wohnung eines 86-Jährigen in Berlin-Mitte ist dessen Sohn verletzt worden. Nach Polizeiangaben eilte der 50-Jährige seinem Vater zu Hilfe, als dieser von einem falschen Stromzählerableser bedrängt wurde.

Der mutmaßliche Betrüger hatte sich demnach Zugang zu der Wohnung des Seniors beschafft und öffnete dann diverse Schränke. Der 86-Jährige schaltete deshalb laut Polizei seinen Sohn ein. Dieser traf wenig später gemeinsam mit einer Nachbarin ein, heißt es.

Polizei: „Niemals Fremde in die Wohnung lassen“

In der Folge soll es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem unbekannten Täter und dem 50-Jährigen gekommen sein, wobei dieser Schürfwunden am Arm und Rötungen im Gesicht davontrug. Der mutmaßliche Trickbetrüger entkam offensichtlich ohne Diebesgut, so die Polizei.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang, niemals fremde Menschen in die eigene Wohnung zu lassen. „Das ist nicht unfreundlich, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so die Behörde. Täter geben sich demnach vermehrt als Mitarbeitende von Kabel-, Internet- oder Stromanbietern aus.

Im Notfall 110 wählen

Man solle nur Dienstleistende hereinlassen, die man selbst bestellt hat oder die von der Hausverwaltung schriftlich angekündigt wurden. Möglich sei außerdem etwa, ein Codewort für den Termin zu vereinbaren, sich den Dienstausweis zeigen zu lassen oder im Zweifel die entsprechende Behörde anzurufen. Im Notfall solle man zudem laut um Hilfe rufen und die 110 wählen.

Unter der Telefonnummer (030) 4664-979222 können Menschen zudem Informationen über Seniorensicherheit von der Polizei erhalten.

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