„Gefährlich und unsicher“
Tausende gefälschte Kondome auf europäischem Markt entdeckt
Aktualisiert am 07.07.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Wer Kondome verwendet, will sich darauf verlassen können, dass sie sicher sind. Doch Tausende gefälschte Verhütungsmittel aus China wurden in Europa ohne Prüfung und mit falschem Logo angeboten.
Mehr als 200.000 gefälschte Kondome aus China sind in Europa angeboten worden. Die Verhütungsmittel seien unter dem Namen und mit dem Logo einer bekannten Marke vertrieben worden, heißt es in einer Mitteilung des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (Olaf). Den genauen Markennamen nannte die Behörde mit Sitz in Brüssel auf Anfrage nicht.
Olaf-Direktor Petr Klement sagte der Mitteilung zufolge: „Gefälschte Kondome sind gefährlich. Sie sind nicht getestet, unkontrolliert und unsicher.“ Solche Produkte ermöglichten die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten. Die gefälschten Präservative erfüllen der Behörde zufolge nicht die EU-Qualitätsanforderungen für medizinische Güter, wenn es etwa um Tests auf Haltbarkeit, Stabilität oder Verunreinigungen geht.
Gut zu wissen
Kondome verringern das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Zu diesen Krankheiten gehört etwa HIV. Auch zum Schutz vor Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Hepatitis B, Syphillis, HPV und Genitalherpes können Kondome beitragen. Allerdings können diese Erreger auch über infizierte Haut oder beim ungeschützten Oralsex übertragen werden.
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Falsche Kondome als Spielzeuglieferung ausgegeben
Die europäische Behörde hat die Schmuggelroute der falschen Kondome ausfindig gemacht, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Demnach untersuchte Olaf gemeinsam mit Zollbehörden in Rumänien, Serbien und Spanien beschlagnahmte Produkte, nachdem sie erste Hinweise von nationalen Behörden erhalten hatte.
Die gefälschten Kondome mit einem geschätzten Marktwert von mehr als 200.000 Euro stammten aus der gleichen Quelle aus China und seien fälschlicherweise als Spielzeuge ausgegeben worden. Die Exporteure der Ladungen habe Olaf in Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden ausfindig machen können.
