ARD-Krimi

„Tatort“ am Sonntag: Ermittlungen im Problemviertel


07.10.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Das neue Team aus Kiel: Mila Şahin (Almila Bağrıaçık) und Elli Krieger (Karoline Schuch) (Quelle: NDR/ARD/Thorsten Jander/ARD/ZDF)

Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die „Tatort“-Folge diesen Sonntag führt nach Kiel.

Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der „Tatort“ oder ein neuer „Polizeiruf 110“. Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept.

Diese Kommissaren ermitteln in „Unter Freunden“

Sonntag, 11. Oktober 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort“ aus Kiel. Die Kollegen Mila Şahin (Almila Bağrıaçık) und Elli Krieger (Karoline Schuch) ermitteln im ersten Teil der neuen Doppelfolge mit dem Titel „Unter Freunden“.

Darum geht es im „Tatort“ aus Kiel

Große Umwälzungen in den eigenen Reihen beschäftigen die Polizei in Kiel, als ein neuer Mordfall wartet. Nachdem Borokowski nun im Ruhestand ist, möchte Mila Şahin die frei gewordene Stelle übernehmen. Die dazu nötigen Gespräche mit Polizeipsychologin Elli Krieger machen ihr allerdings zu schaffen.

Während Şahin und Krieger einen holprigen Start hinlegen, ermittelt Şahin mit Kollegin Nowak, die sie schon viele Jahre kennt, im mysteriösen Tod von Francesca Polidoro. Die junge Frau arbeitete in einer Tech-Firma und hatte gemeldet, sich von ihrem Arbeitgeber bedroht zu fühlen. Jetzt wird ihre Leiche in der Ostsee gefunden. Als eine weitere Leiche dazukommt und die Ermittlungen immer wieder aufgehalten werden, muss Şahin einsehen, dass sie ihre Kollegen vielleicht falsch eingeschätzt hat.

Kommende „Tatort“ und „Polizeiruf 110“-Termine im Überblick

Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant:

  • „Tatort“ aus Kiel (2026): „Unter Feinden“ (Teil zwei) – Sonntag, 18. Oktober, um 20.15 Uhr
  • „Tatort“ aus Franken (2026): „Gottesgarten“ – Sonntag, 25. Oktober, um 20.15 Uhr

Während der „Tatort“ 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie „Der Kommissar“ ins Leben gerufen wurde, ist der „Polizeiruf 110“ ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der „Polizeiruf“ deutlich seltener zu sehen als sein Pendant.

Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt.

„Tatort“ versus „Polizeiruf 110“: ein ungleiches Duell

Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem „Polizeiruf 110“-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim „Tatort“ gibt, schicken beim „Polizeiruf 110“ lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen.

Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, „Tatort“-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.

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