Mögliche Raubkatze gesichtet

Polizei setzt bei Puma-Suche nun auf Hunde

Aktualisiert am 08.10.2026 – 10:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Puma (Archivbild): Ob tatsächlich eine Raubkatze im Landkreis Erding unterwegs ist, ist nach wie vor unklar. (Quelle: Imago/Itar-Tass)

Die Suche nach dem mutmaßlichen Puma bei Erding geht weiter – bislang fehlt von dem Tier jede Spur. Spürhunde sollen helfen, mögliche Beute oder Beutereste aufzuspüren.

Bei der Suche nach einem mutmaßlichen Puma bei Oberding im Landkreis Erding setzt die Polizei nun auf Hunde. Zwei Hundeführer sind am Donnerstagmorgen mit ihren Schäferhunden im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. Sie sollen vor allem nach möglicher Beute oder Beuteresten suchen. Auch Polizisten durchkämmen das Gebiet. Insgesamt seien rund 15 Einsatzkräfte vor Ort und sechs weitere im Innendienst mit der Suche beschäftigt.

Bei der Suche werde auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere Rücksicht genommen, betonte der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta. Die angeleinten Hunde würden ausgehend vom Ort der Sichtung gezielt einzelne Bereiche absuchen.

Suche mit Wärmebildtechnik verläuft ergebnislos

In der Nacht hatten die Beamten das Gebiet im Notzingermoos aus der Luft mit Wärmebildtechnik abgesucht – jedoch ergebnislos. Die Kamera habe keine neue Spur gebracht, erklärte eine Polizeisprecherin am Morgen. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet am Mittwoch mit Hubschrauber, Drohnen und am Boden durchkämmt, ebenfalls ohne Erfolg.

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Zudem habe es einen Fehlalarm gegeben, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Demnach sah der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ein verdächtiges Tier auf einem Kamerabild. Ein Hubschrauber wurde zur näheren Untersuchung geschickt, fand aber keinen Puma. Das gesehene Tier sei wohl nur eine Hauskatze gewesen, hieß es.

Jäger sieht und filmt verdächtiges Tier

Anlass der Suchaktion ist die Beobachtung eines Jägers. Er hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt.

Polizisten am Notzingermoos: Bislang konnten die Beamten keine Spuren des mutmaßlichen Pumas entdecken. (Quelle: Felix Kirberg/dpa/dpa-bilder)

Das Landratsamt betonte dagegen, es sei weiterhin unklar, um welche Tierart es sich handelt. Die Bilder würden weiter analysiert. Woher das Tier stammen könnte, ist ebenfalls unbekannt. Dennoch rief das Landratsamt auf Facebook zu erhöhter Vorsicht auf und bat darum, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Sichtungen sofort der Polizei Erding zu melden. Zudem sollten Kinder nicht allein und unbeaufsichtigt spielen.

Nicht die erste vermeintliche Puma-Sichtung in Deutschland

Pumas leben in freier Wildbahn ausschließlich in Nord-, Mittel- und Südamerika und gelten als scheu. Nach Tiger, Löwe und Jaguar ist der Puma die viertgrößte Katze der Welt. Dennoch zählt die Art zu den Kleinkatzen.

Im Sommer 2025 hatte schon einmal eine vermeintliche Puma-Sichtung in Sachsen-Anhalt tagelang für Aufsehen gesorgt. Letztlich handelte es sich aber wohl nur um eine größere Hauskatze. Die Suche wurde daraufhin eingestellt.

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