Lange Sandstrände hat auch Boa Vista – das Eiland hat viele Dünen- und Wüstenlandschaften. Eine weitere Insel für Strandliebhaber ist Maio, auf der es zudem weniger Besucher gibt. Landschaftlich karg ist hingegen Fogo mit seiner Vulkanlandschaft, die jedoch umso beeindruckender sein kann. Insbesondere der Pico do Fogo, der 2.800 Meter aus dem Meer ragt, ist ein Höhepunkt des Kapverden-Urlaubs.

Deshalb eignen sich Fogo ebenso wie Santo Antão, São Nicolau und Santiago eher für individuelle Rundreisen, Mountainbike- oder Wanderurlaub. Santiago bietet als größte Insel eine besonders abwechslungsreiche Natur.

Das kleinste Eiland hingegen ist Brava. Die starke Trockenheit macht die Landschaft der Insel zu einer Halbwüste, die auch durch Mangrovenwälder und Dünen unterbrochen wird. São Vicente gilt mit seiner pulsierenden Hafenstadt Mindel als kultureller Anlaufpunkt. Hier gibt es Museen und Livekonzerte sowie zahlreiche hübsche Cafés.

Auf den Kapverdischen Inseln ist das Wetter ganzjährig warm. Im September und Oktober ist es am wärmsten – bei Durchschnittswerten von 29 Grad. Der kühlste Monat ist der Januar mit 24 Grad.

Die meisten Regentage gibt es im August und September – im Schnitt jeweils fünf beziehungsweise sechs Tage im Monat. In dieser Zeit können auch mal heftige tropische Regengüsse vorkommen.

Die Kapverden liegen auf einem ähnlichen Breitengrad wie Acapulco, Martinique und Goa. Was die Inselgruppe zu einem immer beliebteren Urlaubsziel macht, sind die politische Stabilität des kleinen Inselstaates, der erst seit 1975 unabhängig von Portugal ist, und eine geringe Zeitverschiebung von zwei Stunden im Winter.

Gute Voraussetzungen also – und so haben vor allem die Sandinseln Sal (8.000 Einwohner) und Boa Vista (3.500 Einwohner) den Weg in Richtung Tourismus eingeschlagen.

Dass die Kapverden seit einigen Jahren im Aufwind sind, bestätigen die steigenden Buchungszahlen. Die Inseln sind eine Alternative zu den mittlerweile recht überlaufenen Kanaren.

Viele Gäste berichten, die Natur sei bisher noch so unberührt wie vor Jahrzehnten auf den Kanarischen Inseln. Da die Kapverden touristisch noch nicht umfassend erschlossen sind, gibt es noch nicht an jeder Ecke eine Bar, ein Restaurant oder eine Disco – aber genau das macht das Reiseziel auch so reizvoll.

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