Unerwartete Kampfkandidatur
Strack-Zimmermann tritt beim FDP-Parteitag gegen Kubicki an
Aktualisiert am 30.05.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Kampfkandidatur beim FDP-Parteitag: Marie-Agnes Strack-Zimmermann tritt gegen Wolfgang Kubicki an.
Überraschung auf dem Bundesparteitag der FDP: Der designierte Parteichef Wolfgang Kubicki erhält unerwartete Konkurrenz. Gegen ihn tritt Marie-Agnes Strack-Zimmermann an. Kubicki galt eigentlich als einziger Kandidat.
Vorgeschlagen wurde Strack-Zimmermann von Joachim Stamp. Nach t-online-Informationen hatten er und ihre Unterstützer die nötigen Unterschriften ohne interne Absprache etwa mit dem eigenen Landesverband NRW gesammelt. 33 Delegierte reichten schriftlich ihre Unterstützung für Strack-Zimmermanns Kandidatur ein – damit war laut FDP-Parteisatzung das Quorum für eine spontane Kandidatur auf dem Parteitag erfüllt.
Der 74-jährige Kubicki begrüßte in einer ersten Reaktion die Gegenkandidatur. „Meine Danksagung geht an Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weil ich froh darüber bin, dass die beiden alten Schlachtrösser jetzt ins Geschirr gehen“, sagte er in seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz.
Zuletzt war man in der Partei davon ausgegangen, dass Kubicki als einziger für den Parteivorsitz antreten würde. Henning Höne, Landeschef der FDP in Nordrhein-Westfalen, der auch von Strack-Zimmermann unterstützt wurde, hatte seine Kandidatur unlängst zurückgezogen.
Kubicki gilt in der FDP als Rechtsliberaler, die 68-jährige Strack-Zimmermann steht eher für eine sozialliberale Ausrichtung und ist im Europaparlament Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Die beiden gelten parteiintern seit langem als Kontrahenten. Die Abstimmung der Delegierten wird für Samstagnachmittag erwartet.
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