Dresdner Weihnachtsspezialität

Stollen-Produktion startet im Sommer – der Grund

29.07.2026 – 19:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Im Dresdner Backhaus werden bereits Christstollen gebacken – für den US-Markt. (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Dresdner Betriebe backen bereits im Sommer die bekannten Christstollen. Besonders aus einem Land meldet der Schutzverband derzeit eine stark gestiegene Nachfrage.

Mitten in der Sommerhitze laufen in Dresdner Bäckereien die Öfen für Christstollen. Wer exportiert oder den Lebensmitteleinzelhandel beliefert, muss die Produktion Monate vor der Adventszeit aufnehmen – die langen Vorlaufzeiten internationaler Märkte lassen keinen späteren Start zu. Ein Betrieb hat nach Angaben des Schutzverbandes Dresdner Stollen bereits im Juni mit dem Backen begonnen, unter anderem für den US-Markt.

Karoline Marschallek, Geschäftsführerin des Schutzverbandes Dresdner Stollen, sagte: „Es ist nicht unüblich, dass bei hochsommerlichen Temperaturen bereits Dresdner Christstollen gebacken werden. Gerade Betriebe, die den Lebensmitteleinzelhandel beliefern oder exportieren, müssen frühzeitig mit der Produktion beginnen“.

Hohe Nachfrage in Japan

Besonders auffällig ist nach Verbandsangaben die Entwicklung in Japan. „Besonders in Japan erleben wir derzeit eine sehr große Nachfrage. Dort hat sich rund um den Dresdner Christstollen ein regelrechter Hype entwickelt“, so Marschallek. Genaue Exportzahlen erfasst der Verband nach eigenen Angaben nicht. Als weitere Absatzmärkte nennt der Schutzverband Österreich, die Schweiz, Polen und Neuseeland.

Im vergangenen Jahr wurden nach Verbandsangaben rund fünf Millionen Dresdner Christstollen verkauft. Dem Schutzverband gehören derzeit 98 Backbetriebe an.

Als Saisonhöhepunkt ist das Dresdner Stollenfest für den 5. Dezember angekündigt. Der Christstollen soll in diesem Jahr zudem beim German Food Market in New York präsentiert werden.

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