Leichtathletik-EM

Hamburger Sprinter holen drei Medaillen in Birmingham

16.08.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Europameisterschaft, Männer, 4×100 Meter, Finale, Heiko Gussmann, Marvin Schulte, Kevin Kranz und Lucas Ansah-Peprah von Deutschland jubeln über Silber. (Quelle: Sven Hoppe)

Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah sorgen bei der Leichtathletik-EM für einen historischen Erfolg. Dabei durfte einer der beiden gar nicht in der Staffel laufen.

Die Hamburger Sprinter Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah haben die Leichtathletik-EM in Birmingham geprägt. Ansah gewann Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter. Ansah-Peprah lief als Schlussläufer mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel in 38,64 Sekunden zu Silber – nur Großbritannien war schneller. Ansah selbst durfte wegen eines laufenden Dopingverfahrens nicht in der Staffel starten und feuerte seine Teamkollegen von der Tribüne an. Insgesamt holten die deutschen Sprinter in Birmingham drei Medaillen.

Für Ansah stehen Gold und Bronze allerdings unter Vorbehalt: Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) fordert eine vierjährige Sperre wegen einer angeblich verweigerten Dopingprobe. Sollte die Sperre greifen, würden seine Ergebnisse ab dem 9. Juli annulliert. Ansah bestreitet den Vorwurf.

„Wir stehen hinter Owen“

Nach dem Rennen stellte sich die Staffel demonstrativ hinter Ansah. „Wir sind so stolz auf ihn, was der hier fabriziert hat, dass der zwei Medaillen hier geholt hat“, sagte Staffelläufer Marvin Schulte. „Wir stehen hinter Owen.“

Der Hamburger Schlussläufer Ansah-Peprah sprach von einem historischen Moment: „Owen hat so was Großartiges geleistet, wir haben Silber geholt. Die Frauen haben es vorgemacht, und jetzt sind wir auch da.“

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