Historisches Debüt geplatzt?

WM-Schiedsrichter wird Einreise in die USA verweigert

08.06.2026 – 20:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Omar Artan: Er habe ein gültiges Visum gehabt. (Quelle: IMAGO/Thor Wegner/DeFodi Images)

Er hätte als erster Referee seines Landes WM-Spiele pfeifen sollen. Wegen einer politischen Entscheidung könnte der Plan scheitern.

Der somalische Schiedsrichter Omar Artan ist daran gescheitert, in das WM-Co-Gastgeberland USA einzureisen. Wie ein Vertreter des somalischen Sportministeriums am Montag der Nachrichtenagentur AFP erklärte, sei Artan die Einreise am Miami International Airport verweigert worden. Dabei hatte der 34-Jährige ein gültiges Visum.

Die Gründe hierfür waren zunächst unklar. Aber: Somalia steht auf der von US-Präsident Donald Trump eingeführten Einreiseverbotsliste. Für Artan ging es nach Istanbul zurück.

Ciise Aden Abshir äußerte sich zu dem Vorfall. Der leitende Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport und ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft sagte der AFP: „Ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und ihn daran zu hindern, geplante Spiele zu leiten, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Bekenntnis des Fußballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay“, sagte Abshir.

Artan hätte als erster Referee seines Landes bei einer WM zum Einsatz kommen sollen. Der 34-Jährige gehört zu den 52 Schiedsrichtern, die vom Weltverband Fifa für die WM in den USA, Mexiko und Kanada nominiert worden waren. Das Turnier beginnt am Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika.

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