Partei weiß von Erkrankung
Deutscher Olympiasieger kandidiert für die Linke
08.06.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 1 Min.
Olympiasieger Christoph Harting wagt den Sprung in die Politik. In Berlin-Lichtenberg kandidiert der frühere Diskuswerfer für die Linke.
Diskuswurf-Olympiasieger Christoph Harting zieht es in die Politik. Der 36-Jährige kandidiert im September für die Linke bei der Berliner Abgeordnetenwahl. In Lichtenberg tritt er als Direktkandidat im Wahlkreis 1 an. „Ich setze mich für meine Leute ein, einfache Leute, sozial schlechter gestellte Leute“, sagte Harting zuletzt im Interview der „Berliner Morgenpost“.
Soziale Gerechtigkeit ist ein großes Thema für den früheren Leistungssportler und Bundespolizisten, der sein politisches Engagement noch ehrenamtlich betreibt. „Linke Politik ist für mich immer die richtige Politik“, sagte Harting, dem vor allem die immer stärker werdende AfD Sorge bereitet. Diese zu wählen, sei falsch. „Weil wir dadurch Menschen Macht geben, die keine integren Absichten haben. Aber die Hälfte meines Umfeldes wählt wahrscheinlich AfD.“
Harting leidet unter Depressionen
Harting machte vor drei Jahren seine psychische Erkrankung öffentlich und erklärte, an Depressionen zu leiden. „Keiner ist davor gefeit. Egal, wie erfolgreich oder unerfolgreich er war“, sagte er damals der „Berliner Zeitung“. Der Bundespolizist sei seit Mitte 2024 „bis auf Weiteres dienstunfähig“, wie eine Linke-Sprecherin nun der „Bild“-Zeitung erklärte.
Mit seiner Erkrankung „geht Herr Harting offen um, was unseren größten Respekt verdient. Auch innerhalb der Linken ist dieser Sachverhalt von Anfang an bekannt“, so die Sprecherin. Dem Wahlkampf stehe dies nicht entgegen. Ein ehrenamtliches Engagement sei weder nach Umfang noch nach Intensität mit einer aktiven Tätigkeit im Polizeivollzugsdienst vergleichbar.
