„Fange bei null an“

Roy Blacks Sohn kehrt nach Deutschland zurück


Aktualisiert am 30.07.2026 – 17:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Sänger Roy Black: Er verstarb im Oktober 1991. (Quelle: imago stock)

Über 20 Jahre lebte Torsten Höllerich in Kolumbien. Nun will er zurück nach Deutschland – doch in der alten Heimat wartet kaum jemand auf ihn.

Torsten Höllerich wurde in München geboren, verbrachte die vergangenen zwei Jahrzehnte jedoch in Kolumbien. Er heiratete dort, bekam einen Sohn, verlor nach dem Ehe-Aus das Sorgerecht für das Kind und erlitt einen Nervenzusammenbruch.

Seit das väterliche Erbe aufgebraucht ist, schlägt er sich in Südamerika mit Übersetzungen und Gelegenheitsjobs durch. Sein Vater Roy Black, der mit bürgerlichem Namen Gerhard Höllerich hieß, hatte ihm damals etwa 400.000 D-Mark, also rund 200.000 Euro, hinterlassen.

„Ich fange mit 50 noch einmal komplett bei null an“

Nun hat Torsten Höllerich im „Bild“-Interview angekündigt, nach Deutschland zurückzukehren. „Ich fange mit 50 noch einmal komplett bei null an“, sagte er. Als Ziel hat er Emden in Niedersachsen ins Auge gefasst. Dort lebt sein bester Freund, der ihn zunächst aufnehmen will. Noch in diesem Jahr soll die Rückkehr stattfinden.

  • Nach Scheidungsdrama: Roy Blacks Sohn bricht zusammen

Familiären Rückhalt hat Höllerich in Deutschland jedoch kaum. Sein Onkel Walter Höllerich, der eine Fischzucht in Oberbayern betreibt, habe ihn seit mehr als 35 Jahren nicht gesehen. Dieser sagte, er kenne Torsten Höllerich „nur aus der Zeitung oder von seinem Handyfoto, wenn wir mal telefonieren“. Über die Rückkehrpläne seines Neffen sagte er: „Das kommt für mich überraschend, ich muss jetzt mal schauen, wie ich mit der Situation umgehe.“

Ein früheres Foto von Roy Black und Torsten Höllerich im Kindesalter. (Quelle: Werner Roelen/dpa)

Seine Halbschwester Nathalie, die aus Roy Blacks Beziehung mit Carmen Böhning stammt, hat Torsten Höllerich nur einmal getroffen: bei der Beerdigung ihres Vaters 1991, als sie noch ein Baby war. „Sie ist in der Familie ihrer Mutter aufgewachsen und hat offenbar nicht den Wunsch, Kontakt zur Familie Höllerich aufzunehmen“, sagte er.

Auch dass das Grab seines Vaters, der im Oktober 1991 tot in seiner Fischerhütte aufgefunden wurde, in Deutschland liegt, ist für Torsten Höllerich ein Grund für die Rückkehr. Er blickt trotz bevorstehender Hürden nach vorn: „Ich weiß, dass das nicht einfach wird, aber ich freue mich auf diesen Neuanfang.“

Share.
Die mobile Version verlassen