„Mayday“ stellt Weltbild auf den Kopf
Ryan Reynolds: „Was wäre ich ohne meine Vorurteile?“
04.09.2026 – 04:35 UhrLesedauer: 2 Min.
In „Mayday“ muss Ryan Reynolds seine Vorbehalte ablegen, um zu überleben. Warum das für ihn weit über den Film hinausgeht, hat er t-online erzählt.
„Jeder von ihnen hatte längst ein Bild des anderen im Kopf, bevor sie sich überhaupt je begegnet waren“, beschreibt Ryan Reynolds im Interview mit t-online die beiden Hauptcharaktere seines neuen Films „Mayday“, der ab dem 4. September bei Apple TV zu sehen ist. Er spielt darin einen US-Navy-Piloten, der in den Achtzigern bei einer geheimen Mission über der Sowjetunion abstürzt und hinter feindlichen Linien landet.
Gerettet wird er ausgerechnet von Nikolai Ustinov (Kenneth Branagh), einem Ex-KGB-Agenten – der überraschenderweise ein Faible für die amerikanische Kultur hat. Die beiden seien „in gegensätzlichen Systemen aufgewachsen, die ihnen bestimmte Dinge übereinander eingetrichtert haben“, so Ryan Reynolds. „Doch nun werden sie gezwungen, das eigene Weltbild abzulegen, um zu überleben.“
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Für seine Figur Troy bedeutet das zunächst pures Misstrauen: Verletzt, gestrandet und in einem Land, dessen Sprache er nicht spricht, ist er auf den Mann angewiesen, den er eigentlich als Feind betrachten müsste. Für Ryan Reynolds wirft diese Situation eine grundsätzliche Frage auf: „Was würde ich tun, wenn ich all meine Vorurteile über andere Menschen ablegen müsste? Wer wäre ich ohne sie?“
Nach und nach wird aus der erzwungenen Nähe echte Zusammenarbeit – und schließlich eine „Freundschaft, die einen kulturellen Graben unterhaltsam überbrückt“, wie Kenneth Branagh es im Interview beschreibt. Der Film betrachte „Distanz und Verschiedenheit durch die Linse der Komödie und der Menschlichkeit“.
Obwohl „Mayday“ in den Achtzigern zur Zeit des Kalten Krieges spielt, sei der Film thematisch absolut zeitgemäß, betont Ryan Reynolds. Er rege dazu an, über den Tellerrand hinauszublicken und Dinge in unserer heutigen Welt zu hinterfragen.
Neben Reynolds und Branagh spielen Marcin Dorociński als KGB-Offizier Alexander Volkov, Maria Bakalova als Nikolais Tochter Anna und David Morse mit. Regie führten John Francis Daley und Jonathan Goldstein, die auch das Drehbuch schrieben.
