Alemannia Aachen fordert auf dem Tivoli Fortuna Düsseldorf heraus. In der Brust von Ex-Profi Dietmar Grabotin schlagen bei diesem Duell gleich zwei Herzen.

Für Dietmar Grabotin ist das Duell zwischen Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf an diesem Samstag (19. September, Anstoß: 14 Uhr) etwas Besonderes. Fünf Jahre hat der Ex-Profi das Trikot der Alemannia getragen, drei Jahre das der Fortuna. Und auch wenn der 67-Jährige dem aktiven Fußball den Rücken gekehrt hat, verfolgt er immer noch mit viel Herzblut den Weg seiner ehemaligen Vereine.

Im Exklusiv-Interview mit der Düsseldorfer Lokalredaktion von t-online erinnert sich Grabotin an vergangene Zeiten und wirft einen Blick auf die Partie am Samstag. Er erklärt, welche Rolle der Tivoli bei diesem Duell spielen kann, von wem er ein Riesenspiel erwartet und warum er beiden Klubs den Aufstieg wünscht.

t-online: Dietmar Grabotin, für wen schlägt Ihr Fußballerherz am Samstag – eher für Alemannia oder für Fortuna?

Dietmar Grabotin: Da schlagen durchaus zwei Herzen. Es war für mich unglaublich traurig, dass Fortuna aus der 2. Liga abgestiegen ist. Nach den dramatischen Relegationsspielen gegen Bochum und nach den Jahren, in denen man um den Aufstieg in die Bundesliga gespielt hat, hat mich das sehr getroffen. Aber auch Alemannia Aachen gehört für mich mindestens in die 2. Liga. Aachen ist eine der verrücktesten Fußballstädte Deutschlands. Ob alter oder neuer Tivoli – dort ist es immer etwas Besonderes. Was das Spiel am Samstag betrifft, ist meine Sympathie also durchaus verteilt.

Sie leben in der Nähe von Düsseldorf. Wie eng ist Ihre Verbindung zu Stadt und Verein?

Natürlich habe ich allein aufgrund der räumlichen Nähe eine besondere Beziehung zu Düsseldorf. Meine Kinder sind in Düsseldorf geboren und leben dort. Ich liebe Düsseldorf und finde, es ist einfach eine tolle Stadt. Zur Fortuna bestand immer auch Kontakt durch die sogenannten Legendentreffen, die Klaus Allofs organisiert hat. Dort hat man immer wieder ehemalige Mitspieler und Weggefährten getroffen, das war jedes Mal toll.

Sportlich hatten Sie bei der Alemannia eine sehr gute Zeit.

Ich habe fünf wunderschöne Jahre in Aachen erlebt. Sportlich waren es sehr gute Jahre. Leider standen wir zwar Weihnachten immer oben, wurden am Ende aber nur Vierter, Fünfter oder Sechster. Der Aufstieg in die Bundesliga ist uns nie gelungen. Deshalb wollte ich mit 25 Jahren die Chance nutzen und in die Bundesliga wechseln.

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