Bestattungsvorsorge

So planen Sie Ihre Beerdigung nach Ihren Wünschen


Aktualisiert am 29.10.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 4 Min.

Grab auf einem Friedhof (Symbolbild): Bestattungsvorsorge ist für Hinterbliebene eine große Erleichterung.

Grab auf einem Friedhof (Symbolbild): Bestattungsvorsorge ist für Hinterbliebene eine große Erleichterung. (Quelle: Robert Günther/dpa-tmn)

Stirbt ein Angehöriger, müssen die Hinterbliebenen nicht nur den Verlust verkraften, sondern sich auch um die Bestattung kümmern. Hat der Verstorbene vorgesorgt, entlastet das deutlich.

Es gibt schönere Dinge, über die man nachdenken kann als über die eigene Beerdigung. Sinnvoll ist es trotzdem. Denn so haben nicht nur Sie selbst Gewissheit, dass nach Ihrem Tod alles so läuft, wie Sie es sich wünschen – Sie nehmen Ihren Angehörigen auch eine Last ab.

Eine Bestattung erfordert nämlich viele Entscheidungen und geht mitunter ordentlich ins Geld. Wir erklären, wie Sie am besten für Ihre Beerdigung vorsorgen, ob eine Versicherung sinnvoll ist und ob Sie bereits zu Lebzeiten alles bezahlen können.

Wozu dient die Bestattungsvorsorge?

Mit einer Bestattungsvorsorge übernehmen Sie finanziell und organisatorisch die Verantwortung für Ihre eigene Beisetzung. Sie legen damit fest, wie die Beerdigung ablaufen soll und sorgen dafür, dass Ihre Angehörigen nicht selbst dafür zahlen müssen. Für die Hinterbliebenen bedeutet beides in der Regel eine große Erleichterung.

Wie sorge ich für meine Beerdigung vor?

Zu einer sorgfältigen Bestattungsvorsorge gehört es, den letzten Willen frühzeitig zu klären und möglichst auch schriftlich festzuhalten. Das geschieht zum Beispiel mit einer Bestattungsverfügung.

Diese Notizen brauchen keine spezielle Form und müssen auch nicht notariell beglaubigt werden. Wichtig sind allerdings Datum und Unterschrift. Sie können dafür – müssen aber nicht – einen Anwalt zurate ziehen.

Sind Sie sicher, dass Ihre Angehörigen in Ihrem Willen handeln, reicht theoretisch auch ein einfaches Gespräch mit ihnen. Mit einer schriftlichen Verfügung darüber, wie Ihre Beerdigung ablaufen soll, gehen Sie aber auf Nummer sicher.

Das regeln Sie in einer Bestattungsverfügung

In der Bestattungsverfügung formulieren Sie Ihre konkreten Wünsche für die eigene Beisetzung. Gibt es keine Auskunft von Ihnen, müssen die nächsten Angehörigen alle Entscheidungen treffen.

Eine Bestattungsverfügung kann zum Beispiel Folgendes regeln:

  • Bestattungsart: etwa Erdbestattung im Reihen-, Wahl- oder Erdgrab, Feuerbestattung, See- oder Baumbestattung
  • Soll es eine Trauerrede geben?
  • Wünschen Sie religiösen Beistand?
  • Soll eine bestimmte Musik gespielt werden?
  • Wünschen Sie bestimmten Blumenschmuck?
  • Wer soll an der Beerdigung teilnehmen?
  • Was soll in Ihrer Todesanzeige stehen?

Tipp

Haben Sie einen Vertrag mit einem Bestatter, können Sie die Antworten auf diese Fragen auch dort festlegen.

So sorgen Sie finanziell für Ihre Bestattung vor

Wichtig ist aber auch, die entsprechende Summe für Ihre Bestattungswünsche zurückzulegen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

So können Sie zum Beispiel das Geld einfach auf einem Tagesgeldkonto ansparen, indem Sie jeden Monat einen bestimmten Betrag überweisen. Alternativ können Sie einen sogenannten Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag oder eine Sterbegeldversicherung abschließen (mehr dazu unten).

Share.
Die mobile Version verlassen