1852 gegründet

Verkauf oder Aus? Am Donnerstag fällt Entscheidung über Brauerei


Aktualisiert am 28.10.2026 – 21:31 UhrLesedauer: 2 Min.

In der Paderborner Brauerei ist an diesem Donnerstag eine Mitarbeiterversammlung geplant. (Archivbild) (Quelle: David Ebener/dpa/dpa-bilder)

Mehr als 100 Beschäftigte der Paderborner Brauerei bangen um ihre Arbeitsplätze. Nun will der Chef des Mutterkonzerns über den Stand der Gespräche berichten. Gibt es eine Entscheidung oder nicht?

Wenige Wochen vor Weihnachten warten die mehr als 100 Beschäftigten der Paderborner Brauerei auf die Entscheidung über den Verkauf oder die Schließung des Betriebes. Auf einer Mitarbeiterversammlung will der neue Chef des Warsteiner-Mutterkonzerns jetzt der Belegschaft berichten, ob die Gespräche mit potenziellen Investoren abgeschlossen sind.

Die Versammlung in der Paderborner Brauerei sei am Donnerstagnachmittag mit Chefmanager Bodo-Joachim Wendenburg geplant, bestätigte eine Sprecherin des Konzerns. Zuvor hatte die „Neue Westfälische“ darüber berichtet. Bis Ende Oktober waren Informationen des Konzerns zu dem Prozess erwartet worden. Der Konzern selbst hatte von einer Entscheidung im Herbst gesprochen.

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Warsteiner-Konzern hatte Paderborner Brauerei abgestoßen

Im Mai hatte der Warsteiner-Konzern die Schließung seiner Brauerei in Herford im zweiten Halbjahr 2026 sowie die Trennung von der Paderborner Brauerei bekanntgegeben. Falls ein Verkauf der Brauerei in Paderborn nicht gelinge, solle der Betrieb dort zum Jahresende 2026 eingestellt werden.

Paderborner Bier (Archivbild). (Quelle: Oleksandr_UA via imago-images.de/imago)

Der Familienkonzern um Warsteiner, der unter dem Namen der Gründerfamilie als Haus Cramer Gruppe agiert, kürzt mit der Trennung von diesen beiden Brauereien in Ostwestfalen-Lippe seine Kapazitäten um 30 Prozent.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte Ende Juli den Abschluss eines Sozialtarifvertrages für die insgesamt 220 betroffenen Beschäftigte in Herford und Paderborn bekanntgegeben. So gebe es Abfindungen. Falls der Verkauf der Paderborner Brauerei scheitere, würden frühestens im November Kündigungen verschickt, hieß es damals.

Die Geschichte der Paderborner Brauerei reicht bis ins Jahr 1852 zurück. Seit 1990 gehört das Unternehmen zur Warsteiner-Gruppe. Zum Sortiment zählen neben Pils auch Export, Hell und Alt sowie alkoholfreie Biere und Erfrischungsgetränke.

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