Diese Behelfslösung wirkt einigermaßen Apple-untypisch – und führt dazu, dass Stift-Nutzer auch stets an Kabel und Adapter denken müssen. Immerhin – der gefährlich aus dem Gerät ragende Stift und die damit verbundene Angst, das Gerät durch Unachtsamkeit früher oder später abzubrechen, gehören damit der Vergangenheit an.

Wer bereits einen Apple Pencil der ersten Generation besitzt, kann den Adapter für 10 Euro bei Apple kaufen.

Neues iPad Pro mit M2 und kleineren Änderungen

Über das neue iPad Pro gibt es im direkten Vergleich deutlich weniger zu sagen. Hier wurde lediglich der M1-Chip durch den neuen M2-Chip ersetzt. Neben erhöhter Leistung – vor allem für den Videobereich – bringt das auch ein paar weitere Verbesserungen mit sich: Etwa erstmals die Unterstützung für Wifi 6E (nutzt auch das 6-GHz-Band und ist deshalb noch etwas leistungsfähiger – bislang gibt es aber kaum kompatible Router).

Die andere spannende Neuerung ist ein Upgrade für den Apple Pencil: Der wird nun schon vom iPad registriert, wenn er noch knapp zwei Zentimeter von der Display-Oberfläche entfernt ist – was einige spannende Nutzungsoptionen erlaubt.

Hier müssen die Hersteller allerdings erst ihre Apps per Update kompatibel machen. Ältere Geräte lernen diesen Trick leider nicht: Die Funktion wird zwar von allen Apple Pencils der zweiten Generation unterstützt, benötigt aber zwingend den M2-Chip.

Ansonsten gilt für das von uns getestete 12,9-Zoll-Modell noch immer, was auch schon den Vorgänger mit M1-Chip betraf (lesen Sie hier unseren Test): Ein sehr leistungsfähiges Tablet mit außergewöhnlich gutem Bildschirm, da Apple hier Tausende Micro-LEDs verbaut. Einen separaten Test des neuen iPad Pro mit M2 reichen wir nach.

Ein rundum verbessertes Gerät – mit einer neuen Zielgruppe

Um es kurz zu machen: Das neue iPad ist ein rundum verbessertes iPad – ein Upgrade, wie man es sich für ein Einstiegsgerät eigentlich nur wünschen kann. Allerdings liegt es mit einem Preis von 579 Euro jetzt auch in einem anderen Preissegment.

Ein wenig erinnert die Vorstellung des neuen iPads an die des neuen MacBook Air im Sommer: Auch das iPad Air war bis dahin im Design etwas angegraut, bei einem Straßenpreis von rund 1000 Euro mit dem M1-Chip ein Preis-Leistungs-Knüller. Das neue MacBook Air war eine umfassende Verbesserung, samt tollem Redesign, war jedoch auch entsprechend kostspieliger und rückte wieder mehr ins Premiumsegment.

Das iPad kostet zusammen mit dem – wirklich gelungenen – neuen Magic Keyboard Folio fast 900 Euro. Ein günstiges Einstiegsgerät ist das nicht mehr. Dem hat Apple allerdings Rechnung getragen: Das iPad der neunten Generation ist weiterhin erhältlich – und kostet jetzt 429 Euro und damit 50 Euro mehr.

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