Er gewann elf Emmys

Regisseur und Drehbuchautor James Burrows ist tot


20.06.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 2 Min.

James Burrows: Er war an über 1.000 Sitcoms beteiligt. (Quelle: IMAGO / Independent Photo Agency Int.)

Er wirkte an „Friends“, „Wll & Grace“, „The Big Bang Theory“ und vielen weiteren Sitcoms mit. Nun ist James Burrows im Alter von 85 Jahren gestorben.

Über fünf Jahrzehnte lang war James Burrows eine der prägenden Kräfte des amerikanischen Fernsehens. Jetzt bestätigte seine Familie den Tod des Regisseurs dem US-Magazin „People“. Burrows sei friedlich im Kreis seiner Angehörigen eingeschlafen, hieß es in dem Statement. Er hinterlässt seine Ehefrau Debbie, vier Töchter und sieben Enkelkinder.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Serien „Cheers“, „Frasier“, „Friends“ und „Will & Grace“. Die Bar-Sitcom „Cheers“ entwickelte er gemeinsam mit Glen und Les Charles und führte bei nahezu allen Folgen Regie. Auch bei „Friends“ inszenierte er die Pilotfolge.

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Bei „Will & Grace“ übernahm er während der gesamten ursprünglichen Laufzeit von 1998 bis 2006 die Regie jeder einzelnen Episode. Auch die Pilotfolge von „The Big Bang Theory“ stammt von ihm. An den Serien „Mike & Molly“, „2 Broke Girls“ und „Two and a Half Men“ war er ebenfalls beteiligt.

Geboren wurde Burrows 1940 in Los Angeles. Sein Vater Abe Burrows war Broadway-Autor und Komponist. Nach seiner Ausbildung an der Yale School of Drama begann James Burrows zunächst am Theater, bevor er ins Fernsehen wechselte. Den Durchbruch schaffte er Anfang der 1970er-Jahre mit „The Mary Tyler Moore Show“.

47 Emmy-Nominierungen, elf Auszeichnungen

Im Laufe seiner Karriere erhielt Burrows 47 Emmy-Nominierungen und gewann die Auszeichnung elfmal. 2006 wurde er in die Television Hall of Fame aufgenommen. Ende 2014 wurde bekannt gegeben, dass er den ersten DGA Lifetime Achievement Award in Television Direction erhalten werde.

In ihrem Statement würdigte die Familie Burrows nicht nur seine berufliche Laufbahn, sondern auch seinen Umgang mit Menschen. Er habe jeden Kollegen mit Respekt behandelt und die Gabe besessen, andere besser zu machen. „Er verstand, dass große Comedy nie nur aus Lachen besteht. Sie handelt von Menschlichkeit, Verbundenheit und Wahrheit“, schrieb die Familie über den Verstorbenen.

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