„Wie eine Familie, die auseinanderbricht“
„Immer wieder sonntags“-Aus stimmt Andy Borg emotional
12.08.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.
„Immer wieder sonntags“ wird eingestellt. Andy Borg kennt das Gefühl und fühlt mit. Zudem spricht er über eine Entwicklung, die ihn in der Musikbranche ärgert.
Die Schlagerbranche befindet sich im Umbruch. Sparmaßnahmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk führen dazu, dass unter anderem Stefan Mross‘ ARD-Dauerbrenner „Immer wieder sonntags“ abgesetzt wird. Sein Freund Andy Borg zeigte sich beim Schweizer Magazin „Blick“ enttäuscht über das Show-Aus und blickte kritisch auf Neuerungen im Schlagergenre.
„Das mit dem Absetzen einer beliebten Sendung kenne ich ja aus eigener Erfahrung“, sagte Borg in Anspielung auf seine frühere Sendung „Musikantenstadl“, die 2015 in ihrer ursprünglichen Form eingestampft worden war. „Immer wieder sonntags“ wird nach 31 Jahren eingestellt. Borg sagte Mross für die finale Folge seine Unterstützung zu: „Wenn er möchte, bin ich bei seiner letzten Sendung am 13. September dabei.“
Gleichzeitig betonte der „Schlager-Spaß“-Moderator, dass ihn die Absetzung der Sendung bedrückt: „Auch wenn es mir persönlich sehr schwerfällt, weil ich weiß, dass es nicht nur Stefan, sondern das ganze Team betrifft. Das ist wie eine Familie, die auseinanderbricht!“
„Wir haben es uns selbst eingebrockt“
Borg sprach in dem Interview zudem über eine weitere Entwicklung in der Musikbranche. So nehme der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) zu. Ein Trend, dem Borg kritisch gegenübersteht. Er berichtete, dass er zunehmend Demo-Aufnahmen erhalte, die vollständig von KI produziert seien. „Es ärgert mich maßlos, weil alles konstruiert und nicht komponiert ist!“, sagte er.
Besonders störe ihn, dass er selbst manchmal nicht sofort erkenne, ob ein Stück von einer KI stamme. „Ich gehe mit einem Demo zu meiner Frau ins Büro und sage, hör dir das mal an. Wenn ich es dann ein zweites Mal anhöre, merke ich, es ist zu perfekt, es ist ein KI-Produkt.“ Sein Urteil: „Schrecklich und schade, schade, schade – wir können es nicht verhindern. Denn, wie heißt es so schön: Die Geister, die ich rief! Wir haben uns alles selber eingebrockt.“
