Terrorverdacht in Hamburg

17-Jähriger plante offenbar Anschlag – vom IS inspiriert

11.05.2026 – 15:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Vermummte SEK-Kräfte der Polizei (Symbolbild): Die Festnahme erfolgte vor wenigen Tagen. (Quelle: IMAGO/Noah Wedel)

Ein Jugendlicher aus Hamburg soll offenbar einen Anschlag vorbereitet haben. Er soll sich an der Terrororganisation „Islamischer Staat“ orientiert haben.

Ein 17 Jahre alter Syrer sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben. Nach Angaben der Ermittler soll er geplant haben, Menschen in einem Einkaufszentrum, einer Bar oder auf einer Polizeiwache anzugreifen.

Der Jugendliche soll dafür unter anderem Dünger, Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer beschafft haben. Laut Staatsanwaltschaft wollte er möglicherweise einen Sprengsatz bauen, Molotowcocktails einsetzen oder Menschen mit einem Messer angreifen.

SEK verhaftete 17-Jährigen bereits am 7. Mai

Spezialeinsatzkräfte der Hamburger Polizei nahmen den Verdächtigen bereits am 7. Mai fest, teilt die Generalstaatsanwaltschaft nun mit. Bei einer Durchsuchung stellten die Beamten die genannten Gegenstände sicher.

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Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Terrororganisation „Islamischer Staat“ den Jugendlichen zu der mutmaßlichen Tat inspiriert haben. An den Ermittlungen waren unter anderem der Bundesnachrichtendienst, das Bundeskriminalamt, das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt Hamburg beteiligt.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte den 17-Jährigen bereits zuvor in einem anderen Verfahren im Blick. Dabei ging es unter anderem um den Verdacht eines Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. Außerdem wurde eine psychiatrische Begutachtung veranlasst. Für den Jugendlichen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

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