1. FC Köln

„Kein Zeitdruck“ bei Zukunftsfrage, aber eine Drohung an die Spieler


11.05.2026 – 10:16 UhrLesedauer: 3 Min.

Interimstrainer René Wagner vom 1. FC Köln: Sportchef Kessler will sich mit seiner Entscheidung über die Trainerfrage Zeit lassen. (Quelle: IMAGO/Oliver Ruhnke/imago)

Der 1. FC Köln verdirbt seinen Fans die große Rettungsparty in Müngersdorf. Hinterher sprechen sich die Spieler für René Wagner als neuen Cheftrainer aus.

Es sollte ein schöner Abschluss einer wechselhaften Saison für den 1. FC Köln werden. Und vor allem wollten Spieler und auch Trainer noch einmal für sich werben. Immerhin plant Sportchef Thomas Kessler im Transfersommer den nächsten Umbruch bei den Geißböcken. Doch am Ende gelang nichts davon.

Weder die Mannschaft, in der mehrere Spieler als Totalausfälle mit den Gedanken schon in der Sommerpause schienen, noch Trainer René Wagner mit seiner taktischen Ausrichtung konnten am Sonntag für sich punkten. „Mir haben viele Dinge in dieser Saison gut gefallen“, sagte Kessler hinterher beim Sender DAZN, schob dann aber hinterher: „Mir haben aber auch viele Dinge gezeigt, dass wir weiter an Stellschrauben drehen müssen.“

Dieser Satz dürfte auch als Drohung zu verstehen sein. Oder als Fingerzeig für die Kaderplanung. Auf wen kann sich der FC verlassen? Auf wen nicht? So mancher Spieler wird sich auf ernste Gespräche mit dem Sportchef einstellen können. Trainer Wagner hingegen darf trotz der überschaubaren Bilanz seiner Interimszeit (sechs Punkte aus sechs Spielen) auf eine Weiterbeschäftigung hoffen.

„Jetzt haben wir noch ein Spiel in München, und auch, wenn das keiner glaubt, auch da kann man drei Punkte gewinnen“, sagte Kessler. „Wir sind hier nicht auf Abschiedstour. Dann werden wir uns zusammensetzen. Dabei geht es nicht nur um die Trainerthematik.“ Kessler ist ein Fan Wagners. Der Sportchef will mit dem 37-Jährigen gerne weiterarbeiten. Dafür muss Wagner aber auch liefern. „Ich spüre absolut keinen Zeitdruck“, sagte Kessler zur Trainerfrage. „Von täglicher Nachfrage werde ich mich nicht unter Druck setzen lassen. Es tut uns gut, das rational zu analysieren.“

Immerhin: Die Unterstützung der Spieler scheint Wagner zu haben. Nach der Partie stellten sich mehrere FC-Profis hinter den Chefcoach. „Ich habe den Eindruck, dass wir uns als Mannschaft wünschen, dass er unser Trainer bleibt“, sagte Marius Bülter. Kapitän Marvin Schwäbe sagte: „Er ist ein kommunikativer und positiver Mensch, der versucht die Mannschaft mitzureißen. Er hat sehr gute Arbeit gemacht.“

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