Strecke Madrid – Andalusien gesperrt

Schweres Zugunglück in Spanien – viele Tote


Aktualisiert am 28.10.2026 – 12:36 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das Video zeigt erste Aufnahmen von Passagieren

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen in Spanien zusammen. Mehrere Todesopfer werden bestätigt. Die Regierung sagt ihre Termine ab.

In Spanien hat sich am Mittwochmorgen ein schweres Zugunglück ereignet. Medienberichten zufolge kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo miteinander.

Wie eine Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha erklärte, starben bei dem Unglück mindestens 30 Menschen. Zuvor hatte sie im spanischen Fernsehen gesagt: „Die Situation wird sich verschlimmern.“ Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf örtliche Behörden von 39 Todesopfern. Demnach waren etwa 400 Passagiere an Bord der beiden Züge.

Zugunglück in Spanien: Waggons stürzen Böschung herunter

Zwei Waggons von einem der Züge stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der Rettungsdienst 112 teilte mit, Notfallpläne aktiviert zu haben. Zahlreiche Retter eilten zum Ort des Geschehens.

Die Behörden kündigten die Entsendung mobiler Intensivstationen zur Versorgung der verletzten Fahrgäste an. Die Regionalregierung aktivierte den Katastrophenschutz.

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Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Sky News zufolge wurden die Passagiere über große Bildschirme vor massiven Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr rund um Madrid gewarnt.

Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ sollen erste Analysen auf einen fehlerhaften Befehl eines Mitarbeiters der Leitstelle hindeuten. Dieser soll dem auffahrenden Zug das Signal gegeben haben, weiterzufahren. Zuvor soll das automatische Hauptsignalsystem ausgefallen sein, woraufhin auf manuellen Betrieb umgeschaltet worden sei.

Zwei Züge sind in Spanien kollidiert: Es gibt mindestens zehn Tote. (Quelle: IMAGO/Juanma Jiménez/imago-images-bilder)

Politiker sagen Termine nach Zugunglück ab

Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ soll am Bahnhof Atocha in Madrid ein Raum eingerichtet werden, in dem Angehörige von möglichen Opfern Informationen und Unterstützung erhalten können. Zudem wurde eine Telefonnummer für Angehörige eingerichtet.

Menschen werden über Zugausfälle in der Region Madrid informiert. (Quelle: Susana Vera/reuters)

„El País“ berichtete, die spanische Regierung habe ihre Termine für Mittwoch aufgrund des Unglücks abgesagt. Ministerpräsident Pedro Sánchez teilte auf der Plattform X mit: „Meine Zuneigung, Solidarität und Unterstützung gelten allen Opfern und ihren Familien.“

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